Schnittiger Protest – gefräßiger Senat?

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„Kunstwerk“ aus Rasenschnitt Foto: wb
Unbekannte hatten am Dienstag vergangener Woche auf der Dreiecksfläche in Eilbek Rasenabfälle zu einem „Kunstwerk“ geformt, dem braun-grünen „Ungeheuer“ zwei Dollarzeichen als Augen verpasst und ein Plakat auf dem Maul befestigt. Darauf stand: „Wer sein Revier nicht verteidigt, wird vom SPD-Senat gefressen.“ Der Widerstand im Stadtteil gegen die Bebauung der Dreiecksfläche zwischen Hasselbrookstraße, Peterskampweg und Papenstraße ist also nach wie präsent. Der Hamburger Senat will den Anwohnern die grüne Fläche wegnehmen und auf den rund 4000 Quadratmetern 60 Wohnungen und eine Kita erreichten. Die Bürgerinitiative „Eilbek wehrt sich“ hat sich, nicht zuletzt aus Kostengründen, gegen juristische Schritte gegen den Weisungsbeschluss des Senats entschieden. Die Vorwürfe gegenüber der SPD in Wandsbek aber bleiben. Die Bürger waren erst im vorigen Oktober über die geplante Bebauung informiert worden, obwohl die Pläne bereits seit Juni 2012 bestehen. „Unmuts-
äußerungen“ von Eilbeker Nachbarn in Form von Transparenten und Aufstellern wurden kurz vor der Bezirkswahl im Mai von der Polizei weggeräumt“, sagt Renate Endrulat, Anwohnerin und eine der Sprecherin der Bürgerinitiative. Bei dem Ungeheuer aus Gras dürfte das der Wind erledigt haben. (wb)

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