Schule zu: SPD zeigt Verständnis

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Phantasievoller Protest gegen die Schließung der 85 Jahre alten Schule Berne Foto: tel

Dressel empfängt Eltern-Initiative. Vorwurf an Schulleitung Lienaustraße: Anmeldungen verhindert

Von Michael Hertel
Berne
Widersprüchliche Signale von der Grundschule in der Lienaustraße: Die Berner Zweigstelle der Grundschule Karlshöhe wird nach dem Willen des Schulsenators zum Schuljahresende im Sommer 2016 geschlossen (das Wochenblatt berichtete). Die von Eltern getragene Initiative „Schule Berne muss bleiben“ gibt nicht auf, ist jetzt sogar mit dem Vorsitzenden der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Andreas Dressel, ins Gespräch gekommen. Zudem wird sie mit dem Umwelt- und Sozialpreis des Regionalausschusses ausgezeichnet. Gleichzeitig grassiert der Schülerschwund in der ersten Klasse der „Lienauschule“. Sogar ein Elternratsvertreter ließ sein Kind mitten im Schuljahr zu einer anderen Grundschule wechseln. Aus den Reihen der Initiative werden schwere Vorwürfe gegenüber der Schulleitung laut.
Dressel hatte kürzlich zu einem Gespräch eingeladen, an dem für die Initiative Niels Schulze, Saskia Guhl und Hilke Mellin teilnahmen, für die SPD neben dem Fraktionsvorsitzenden der Berner Bürgerschaftsabgeordnete Lars Pochnicht und der Bezirksabgeordnete Marc Buttler sowie Hans-Otto Schurwanz als Vorsitzender des Bürgervereins teilnahmen. Die Atmosphäre sei sehr konstruktiv gewesen. Dressel habe die Gründe für den massiven Widerstand gegen die Schulschließung verstanden, hieß es aus Reihen der Initiative. Noch vor Weihnachten werde es ein weiteres Gespräch mit dem Volksdorfer SPD-Spitzenpolitiker geben.
Neben zwei weiteren Preisträgern erhält die Berner Initiative in diesem Jahr den seit 2011 vergebenen Umwelt- und Sozialpreis des Regionalausschusses. Der Ausschussvorsitzende Dennis Paustian-Döscher (Grüne): „Wir finden es sehr lobenswert, was die Initiative auf die Beine gestellt hat. Gleichzeitig ist der Preis als Unterstützung gedacht, weil auch die Politik im Bezirk die Schule erhalten möchte.“ Unterdessen werden von der Schulbehörde keine neuen Anmeldungen für die Lienaustraße mehr entgegengenommen. Im Gegenteil: Immer mehr Eltern von „Lienauschülern“ geben auf. So war die erste Klasse nach Informationen des Wochenblatts zum Sommer noch für 23 Kinder geplant. Eines wurde schon in den Schulferien abgemeldet, und von den 22 gestarteten sind nur noch 16 übrig. Die anderen Kinder wurden inzwischen umgemeldet. Niels Schulze (42): „Ich hätte meinen Sohn lieber an der Lienaustraße belassen. Aber ich bin nicht nur Mitglied der Initiative sondern auch Vater. Ich habe noch die Hoffnung, meinen zweiten Sohn – er ist vier – an der Lienaustraße anmelden zu können. Wenigstens kann ich im Moment unabhängiger für unsere Sache kämpfen.“ Und weiter: „Die Schulleitung in Karlshöhe hat wirklich alles getan, um Anmeldungen von Kindern an der Lienaustraße zu verhindern.“ Die Schulleitung wollte nicht Stellung nehmen.
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3 Kommentare
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Michael Kahnt aus Barmbek | 09.12.2015 | 08:45  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 15.12.2015 | 06:18  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 13.01.2016 | 08:51  
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