So fegte „Xaver“ über Wandsbek

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Manfred Pluschies ist der Betreiber des Wandsbeker Winterzaubers. Er hielt am Donnerstag vor Ort SturmwacheFotos: mt

Schäden nach dem Orkan geringer als erwartet. Bevölkerung war gut vorbereitet

Hamburg. Das Gesprächsthema Nummer eins in der vergangenen Woche: „Xaver“. Der Orkan zog ab Donnerstagmittag über Hamburg und verbreitete schon im Vorfeld Angst und Schrecken. Vielen steckte noch „Christian“ in den Knochen. Der schwere Sturm zog vier Wochen vor „Xaver“ über Hamburgs Dächer und richtete einen Schaden von über sieben Millionen Euro an. Entsprechend groß war die Angst vor „Xaver“. Jeder bereitete sich auf das Sturmtief vor. Die Weihnachtsmärkte und der Hamburger Dom wurden für einen Tag geschlossen, die Hochbahn hielt vier „Baumtrupps“ bereit und die Schulen wurden ab Donnerstagmittag geschlossen. Dass die Schäden nicht so hoch ausfielen wie erwartet ist ein Erfolg der Katastrophenschützer. Weil Meteorologen schon zwei Tage vorher vor den Gefahren warnten, konnten sich Behörden und die Bevölkerung auf das Orkantief vorbereiten.
Manfred Pluschies ist der Betreiber des Wandsbeker Winterzauber, dem Weihnachtsmarkt in Wandsbek. Er sicherte noch am Donnerstagvormittag die Hütten und Zelte des Weihnachtsmarktes. Alles was frei stand, wurde entfernt oder gesichert. „Es ist ärgerlich, dass es heute keinen Weihnachtsmarkt gibt. Das Wetter können wir aber nicht ändern“, sagt Pluschies. Der 60-Jährige und fünf seiner Mitarbeiter blieben den ganzen Tag vor Ort und hielten Sturmwache. Passiert ist zum Glück nichts. Schon am Freitag gab Pluschies Entwarnung. „Wir warten noch die letzten Böen ab, denken aber, dass wir wieder aufmachen können“, sagte er.
Auch die Post hat sich auf den Sturm vorbereitet und ihre Mitarbeiter pünktlich in Sicherheit gebracht. Heiko Menkenhagen ist Stammzusteller in Wandsbek. Auf seinem gelben Fahrrad stellt der 43-Jährige jeden Tag Briefe aus. Normalerweise trotzt er jedem Wetter, aber „Xaver“ machte auch ihm Sorgen. „Zum Glück können wir selber entscheiden, wann wir in die Zentrale zurückfahren. Ich schätze mal, ab 14 Uhr hält mich nichts mehr auf dem Fahrrad“, sagt Menkenhagen. Obwohl einige Aufräumarbeiten noch laufen ist Hamburg nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Im Vergleich zu dem Sturm „Christian“ blieb „Xaver“ zurück. Auch der öffentliche Nahverkehr wurde nur vereinzelt unterbrochen. „Wir haben uns gut auf „Xaver“ vorbereitet. Unsere „Baumtrupps“ mussten aber nur dreimal ausrücken. In zwei Fällen konnte der Betrieb dann wieder aufgenommen werden.“, sagt Maja Weihgold vom HVV. In Großhansdorf im Kreis Stormarn entgleiste ein Waggon der U-Bahn als der Zug über einen umgestürzten Baum fuhr. Seit Montag ist die Strecke wieder frei. (mt)
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