So war der Runde-Geburtstag in Hamburg

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Die Altbürgermeister Ortwin Runde (M.) und Henning Voscherau (1988 bis 1997) mit dem amtierenden Senatschef Olaf Scholz (l.) am Dienstag beim SenatsempfangFoto: M. Brinckmann

Altbürgermeister aus Meiendorf wurde 70: Private Feier und Senatsempfang

Von Rainer Glitz
Hamburg. Er wünsche sich hauptsächlich Gesundheit, sagt Ortwin Runde. „Das ist Voraussetzung dafür, dass man seinen Neigungen nachgehen und seine Neugier befriedigen kann“, so Hamburgs ehemaliger Bürgermeister, der am 12. Februar 70 Jahre alt wurde. Am Dienstag wurde er mit einem Senatsempfang geehrt, zu dem auch Schriftsteller Siegfried Lenz und SPD-Weggefährten kamen. Bereits am Wochenende hatte Runde mit Familie und Freunden gefeiert.
Auf dem Flügel im Wohnzimmer in Meiendorf liegen noch Geschenke. „Geburtstage waren in meiner Familie immer etwas Besonderes, es gab Kuchen, Geschwister und Freunde versammelten sich“, erzählt Runde. Diese Tradition habe er bis heute fortgesetzt. Man habe kräftig gefeiert, auch mit politischen Weggefährten, insgesamt kamen rund 100 Gäste. Ortwin Runde war Landesvorsitzender der SPD, Sozial- und Finanzsenator, Bundestagsabgeordneter und Erster Bürgermeister von 1997 bis 2001. Er habe in seinem Leben nie langweilige Tage erlebt, auch jetzt komme der Abend immer sehr schnell, sagt Ortwin Runde. Er genießt das Leben in Meiendorf. „Es ist schon ein sehr attraktiver Stadtteil“, sagt Runde. Auf Spaziergängen und per Fahrrad habe er die Gegend oft erkundet, am Höltigbaum oder im Volksdorfer Wald sei er bekannt wie ein bunter Hund. „Ich habe die Zeit immer genutzt, um zu gestalten“, sagt er mit Blick auf seine Karriere. Es erfülle ihn noch immer mit Freude, wenn er durch die Stadt fahre und sehe, was er gemeinsam mit anderen bewirkt habe: Den modernen Hafen, die HafenCity, Airbus als wichtiges Standbein der Hamburger Wirtschaft oder auch das neue HSV-Stadion. Olaf Scholz und der jetzige Senat knüpften an diese Zeit an. Wohnungsbau, HSH-Nordbank oder Elbphilharmonie: Die SPD-Regierung habe Aufräumarbeiten leisten müssen, so Runde. Er sei mit ihrer Arbeit sehr einverstanden: „Als jetzt ,einfacher Bürger‘ fühlt man sich da gut aufgehoben.“ Er kenne die meisten heutigen SPD-Politiker gut. „Ratschläge erteilt man aber nur intern, nicht öffentlich“, verrät der 70-Jährige lachend. Und was ist mit dem HSV? Seit der Entlassung von Dietmar Beiersdorfer als Sportchef fehle jegliche Struktur. „Der HSV verdient eine bessere Führung, ich drücke ihm die Daumen, dass er es trotzdem schafft.“ Das wäre dann fast ein weiteres Geschenk...
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