Sommerbad Ostende

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Das Sommerbad Ostende am Tonndorfer Strand 37 – ein Bade-Idyll in der Großstadt Hamburg. Fotos: Christa Möller

Bade-Idyll mitten in Wandsbek

Von Christa Möller
Tonndorf. Sonnenschein und hochsommerliche Hitze – wer da an die Ostsee fährt, ist selber schuld. Denn direkt in der Nachbarschaft lädt ein idyllisches Strandbad ein zu Badevergnügen pur. Tonndorfer Strand heißt die Straße, die direkt zum erfrischenden Nass führt.
Das Sommerbad Ostende lockt schon seit den 30er Jahren Badegäste an. „1933 ließ man die alte Tongrube vollaufen, dann ist ein Wehrmachtsbad daraus geworden. Nach dem Krieg wurde es dann ein öffentliches Bad“, erläutert Pia Rau. Sie ist Kassenwartin im 1987 gegründeten Trägerverein Freibad Ostende und fast jeden Tag hier, oft sitzt sie auch an der Kasse. Warum sie sich neben ihrem Beruf als Lehrerin im Verein engagiert? „Ich habe den Vorsitzenden geheiratet“, sagt sie und „es sind schon so viele Bäder in der Stadt geschlossen worden - ich möchte, dass dieses erhalten bleibt.“ Ihr Mann Bernhard Rau hat Unterstützung von 35 ebenfalls ehrenamtlichen Mitgliedern, darunter eine Kanu-Polo-Mannschaft vom Verein Niederdeutsche Wanderpaddler. Auch die Kanu-Polo-Mannschaft der Gesamtschule Mümmelmannsberg trainiert im Sommerbad Ostende.
Viele Familien aus der Nachbarschaft schätzen das erfrischende Nass um die Ecke, aber auch aus benachbarten Stadtteilen wie Jenfeld kommen die Badegäste. „Und es kommen drei Schulen mit stark behinderten Kindern. Durch die Absperrung können sie nicht ins Tiefe.“ Immerhin 24 Meter tief war das Wasser früher, jetzt sind es an der tiefsten Stelle vier bis neun Meter.
Die Eintrittspreise sind moderat und sichern den Fortbestand des Bades. Je mehr Badegäste das 45 mal 107 Meter große Gewässer und die 24.000 Quadratmeter große Liegewiese nutzen, desto mehr Geld fließt in die Vereinskasse. Von den Einnahmen wurden vor zwei Jahren die Duschen erneuert und dieses Jahr die Damen-Toiletten. Pia Rau: „Wir würden gern neue Spielgeräte für den Außenbereich anschaffen.“ Aber weitere Investitionen können erst geplant werden, wenn feststeht, wie die Saison gelaufen ist. „An einem schönen Tag kommen ein- bis zweitausend Leute.“ Bis zu vier Bademeister sorgen dann für Sicherheit. Eine von ihnen ist Sina Bunsendorf, „weil es mir Spaß bringt.“ Die junge Frau, die gerade ihre Ausbildung als Erzieherin beendet hat, findet es gut, alles im Blick zu haben und Verantwortung zu tragen.
Die Wassertemperatur lag an den heißen Tagen nach dem Himmelfahrtswochenende noch bei erfrischenden 16 Grad. Das ist der Kassenwartin denn doch noch zu kalt, aber ab 20 Grad nutzt auch sie die Gelegenheit zum Bad quasi vor der Haustür. Alle vierzehn Tage wird die Wasserqualität behördlicherseits geprüft. „Das Wasser wird auch im Hochsommer nicht wärmer als 24 Grad und hat durch die vier Grundwasserquellen eine supertolle Qualität, es erneuert sich dadurch selbst.“

Bis September ist das Bad am Tonndorfer Strand 37 täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet (in den Sommerferien bei schönem Wetter montags bis 20 Uhr). Weitere Infos: www.freibad-ostende.de oder Tel.: 040 – 66 61 94
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