Sozial-Tag erfolgreich

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Hauke Schremmer von Viva con Agua (2. v.l.) freut sich über den Scheck, überreicht von Anthony, Jelena, Miriam, Fenja und Ann-Kristin Foto:WB

Oldenfelder Schüler: 11.600 Euro für „Viva con Agua“

Von Rainer Glitz
Oldenfelde Engagement für wohltätige Zwecke hat am Gymnasium Oldenfelde Tradition. Doch dem bekannten Sechs-Stunden-Lauf um das Schulgelände drohte angesichts der bevorstehenden Bauarbeiten für die Mensa das Aus, eine Alternative musste her. Und so wurde für die rund 900 Schüler erstmals der „Soziale Tag“ angeboten. Die Idee: Die Gymnasiasten helfen im Familien- und Bekanntenkreis in Haushalt oder Garten und bekommen dafür eine kleine Spende. „Wir hatten mit einer Summe von vielleicht 2000 Euro gerechnet“, sagt Schulleiter Henning Sievers. Doch die Schüler wuchsen in ihrem Engagement über sich hinaus: Fast 11.600 Euro kamen am Ende dabei heraus. „Ein unglaubliches Ergebnis“, freut sich Sievers.
So nahmen drei Neuntklässlerinnen mit dem Verkauf selbstgebackenen Kuchens im Rahlstedt Center allein 250 Euro ein. Waren einige Eltern am Anfang noch skeptisch, nahmen am Ende fast alle Schüler am Sozialen Tag teil. „Wir hatten auch ein Betreuungsprogramm organisiert, es kamen aber gerade einmal zehn Kinder“, so Schulleiter Sievers. Doch trotz aller Freude über die Spendensumme: Es geht beim Sozialen Tag nicht darum, möglichst viel Geld zu sammeln. „Es geht darum, vor Ort Gutes zu tun und das Verantwortungsgefühl zu stärken. Und die Schüler sollen ein Gefühl dafür bekommen, wie gut es uns geht im Vergleich zu anderen Ländern“, erklärt Henning Sievers. Deshalb geht das Geld auch an Viva con Agua, auf Vorschlag von Schulsprecher Anthony Volkmann. Die Organisation hilft in Asien, Afrika und Südamerika Menschen beim Zugang zu sauberem Trinkwasser und einer sanitären Grundversorgung. „Uns ist wichtig, dass die Menschen vor Ort lernen, sich selbst zu helfen“, erläutert Hauke Schremmer von Viva con Agua.
Die Oldenfelder Spende soll für langfristige Wasserprojekte in Indien und Nepal eingesetzt werden. „Das Geld kommt an“, ist sich Schulleiter Sievers sicher und prognostiziert: „Es wird auch im kommenden Jahr einen Sozialen Tag geben.“ Bevor die Schulkonferenz nach den Ferien darüber entscheidet, sollen die Erfahrungen dieses Jahres aufgearbeitet werden. Möglicherweise wird es eine Spenden-Obergrenze geben, um den Druck von den Schülern zu nehmen und allzu großes Konkurrenzdenken zu verhindern. Und denkbar ist auch, dass eine andere Organisation vom sozialen Engagement der Oldenfelder profitiert.
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