Spatenstich am Amtsgericht

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Erster Spatenstich mit Amtsgerichtspräsident Hans-Dietrich Rzadtki, Investor Eberhard Hürbe, Justizsenatorin Jana Schiedek und dem Direktor des Amtsgerichtes Wandsbek, Niels Focke (von links nach rechts). Fotos: Glitz

Zweistöckiger Neubau entsteht

Von Rainer Glitz

Wandsbek. Als das markante weiße Hauptgebäude des Amtsgerichtes Wandsbek in der Schädlerstraße im Jahr 1907 fertiggestellt wurde, arbeiteten dort vier Richter. Heute sind es 24, dazu kommen 19 Rechtspfleger und 80 weitere Angestellte. Zwei Mal wurde angebaut, 1960 und 1970. Weitere Räume in der Schlossstraße wurden angemietet.

Interessante Lösung

Und trotzdem platzt das Amtsgericht Wandsbek aus allen Nähten, die Zahl der Zivil-, Familien- und Strafsachen stieg immer weiter. „Enge Zimmer und vollgestellte Flure schlagen auch auf die Stimmung der Mitarbeiter“, sagt Hans-Dietrich Rzadtki, Präsident des Amtsgerichtes, „eine Lösung ist seit Jahren überfällig“. Und die sieht so aus: Aus drei Standorten wird einer, und aus dem alten Gefängnis hinter dem Hauptgebäude wird ein Gericht. Auf dem ehemaligen Gefängnishof errichtet ein Investor einen zweistöckigen Neubau.
„Eine interessante Lösung“, befand Hamburgs Justizsenatorin Jana Schiedek beim offiziellen ersten Spatenstich für den Umbau in der Schädlerstraße. „Der zentrale Gerichtsstandort macht es für die Mitarbeiter einfacher und für die Menschen in Wandsbek bürgerfreundlicher“, so die SPD-Politikerin weiter. Das alte Gefängnis aus dem Jahr 1910 diente bis in die 80er Jahre als Jugendarrestanstalt. In dem denkmalgeschützten Gebäude bröckelt noch der Putz von den Wänden, der Boden hat Löcher und die Zellen sind noch vergittert.
Das soll sich schon bald ändern. Es werden neue, große Fenster eingebaut, die Gitter bleiben nur am zentralen Computerraum erhalten. Zwei bis drei Zellen werden zu einem Büro zusammengelegt, ein Fahrstuhl wird alle vier Stockwerk auch für Rollstuhlfahrer zugänglich machen. „Wir haben viele gute Hinweise von unseren Mitarbeitern bekommen. Personalrat und Richterrat, alle haben an einem Strang gezogen“, sagt Niels Focken, Direktor des Amtsgerichtes Wandsbek. Mehr als 1.900 Quadratmeter Fläche sollen durch den Um- und Neubau entstehen.

Umzug 2014

Der Umzug ist für das Jahr 2014 geplant. Die Justizbehörde rechnet durch optimierte Serviceleistungen und Arbeitsabläufe im neuen, zentralen Amtsgericht Wandsbek mit Einsparungen. Das Gericht in der Schädlerstraße ist Anlaufpunkt für 190.000 Einwohner, es ist zuständig für die Stadtteile Wandsbek, Rahlstedt, Tonndorf, Jenfeld, Marienthal und Eilbek.
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