Spielen wie anno dazumal

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In den 1930-er Jahren war Spielen auf der Straße vollkommen normal. Damals dominierten nicht Autokolonnen, sondern Rollergruppen das Straßenbild Foto: Historisches Kinderprojekt
 
Früher war „Püppi“ sehr zerbrechlich, weil aus Por- zellan, und daher das Heiligtum vieler kleiner Mädchen Foto: Historisches Kinderprojekt

Historisches Kinderprojekt sucht Erfahrungsschätze von Senioren

Bramfeld „Zukunft braucht Herkunft“, ist Gudrun Wohlrabs Credo. Die Sozialpädagogin ist jetzt seit zehn Jahren - auf Honorarbasis - in Sachen Historie, Gegenwart und Zukunft im Stadtteilarchiv Bramfeld mit dem Historischen Kinderprojekt aktiv. „Eine Grundlage für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen bildet die Verankerung an ihrem Lebensort“, ist sich Gudrun Wohlrab sicher.
Das Historische Kinderprojekt vermittelt Kindern die Stadtteilgeschichte Bramfelds, das sich vom Dorf zu einem Stadtteil entwickelt hat, und zeichnet sich dadurch aus, dass neben der verbalen Geschichtsvermittlung historische Fotos und alte Gegenstände eingesetzt werden – „begreifen“ im wahrsten Sinne des Wortes. Angebote wie der Stadtteilrundgang oder die GPS-Stadtteilrallye sollen dazu beitragen, dass Kinder lernen, sich selbst zeitlich und räumlich einzuordnen und mit ihrem Stadtteil zu identifizieren.
Ein Projekt liegt Gudrun Wohlrab aktuell ganz besonders am Herzen: Im Mehrgenerationenprojekt werden Lebensalltag und Spielkultur heutiger und ehemaliger Kinder thematisiert und Lernen zwischen Kindern und Senioren gefördert. Bereits in 25 Projektdurchgängen an Grundschulen in verschiedenen Stadtteilen Hamburgs beschäftigten sich Kinder und Senioren mit alten Spielen und historischen Alltagsgegenständen und tauschten sich über Kindheit früher und heute aus. „Ich lern‘ von den Kindern und sie von mir. Das erweitert meinen Horizont“, beschreibt die 75-jährige Ursula Schlieper ihrer Erfahrungen beim Mehrgenerationenprojekt. Wohlrab möchte das Unterfangen intensivieren und sucht noch Senioren, die Lust haben mitzumachen. „Außerdem wäre es prima, wenn wir altes Spielzeug aus den Jahren vor 1960 oder alte Kinderfotos bekommen würden“, wünscht sich die Sozialpädagogin, die selbst Mutter dreier Kinder ist.
Am Sonntag, 25. Januar, lädt sie deshalb im Brakula, Bramfelder Chaussee 265, von 14 bis 16 Uhr alle, die sich dafür interessieren ein. Hier wird Gudrun Wohlrab das Projekt auch nochmals detailliert vorstellen.
Im Übrigen erhält das Mehrgenerationenprojekt seit Kurzem auch ganz professionelle Unterstützung vom gemeinnützigen Verein Startsocial. Der hatte 100 soziale Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet ausgewählt und mit einem Beratungsstipendium ausgezeichnet. Zwei ehrenamtliche Coaches aus der Privatwirtschaft, die bei Startsocial aktiv sind, greifen noch bis Ende Februar Gudrun Wohlrab helfend und vor allem beratend unter die Arme. Die Berater erübrigen in der Regel wöchentlich vier Stunden ihrer Zeit. Außerdem gibt es für die Stipendiaten regionale und bundesweite startsocial-Veranstaltungen, bei denen sie Kontakte knüpfen können. Wichtig ist für Wohlrab, dass ihre Projekte langfristig finanziell abgesichert sind. 2014 und 2015 erhält sie eine ganzjährige Förderung aus dem Quartierfonds des Bezirks. (ba)

Gewinnspiel

Kennen Sie sich mit historischen Spielen aus? Im Wochenblatt können Sie Ihr Wissen testen – und sogar etwas gewinnen!

Wie heißen diese Kinderspiele?
Erinnern Sie sich noch an die Spiele Ihrer Kindheit? Auf den abgebildeten Fotos A, B und C zeigen Kinder von heute Spiele von gestern - angeleitet von engagierten Senioren des Mehrgenerationenprojekts des Vereins „Stadtteilarchiv Bramfeld“.

Wenn Sie die Bezeichnung für alle drei Spiele wissen, schreiben Sie die Antworten auf eine Postkarte oder senden Sie eine Email an gewinnspiel@
hamburger-wochenblatt.de, Stichwort: „Kinderspiele“. Die Postadresse lautet: WBV Wochenblatt Verlag GmbH, Pappelallee 28, 22089 Hamburg. Einsendeschluss ist der 21. Januar 2015, die Gewinner werden ausgelost und telefonisch benachrichtigt. Bitte geben Sie daher eine Telefonnummer an. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Wochenblatt-Mitarbeiter dürfen nicht teilnehmen.

Was gibt es zu gewinnen?
Mit freundlicher Unterstützung von Brain (Bramfelder Interessengemeinschaft) spendet die Haspa Bramfeld verschiedene Kinderspiele von heute, zum Beispiel ein „Big Bike“, Lenkdrachen oder auch eine ganze Spielesammlung. Die Firma Stolle stellt als Gewinn ein elektrisches Massagekissen zur Verfügung.
Viel Glück!
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