Sportabzeichen am laufenden Band

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Horst Palzer (80) aus Farmsen-Berne macht es zum 60. Mal

Von Siegmund Menzel
Farmsen
Der 80-jährige Horst Palzer aus dem Max-Herz-Ring in Farmsen-Berne ist kerngesund, er kommt ohne Pillen aus. Sport ist seine Medizin. Der Rentner beginnt den Tag mit Gymnastik, ist fast täglich mit dem Fahrrad unterwegs, joggt gern an der Wandse und trainiert jeden Mittwoch ab 16 Uhr auf dem Leichtathletik-Sportplatz im Hammer Park. Zum Programm der seit 1972 bestehenden Gruppe aus der Vattenfall Energie Sportvereinigung Hamburg gehören nach dem Warm-up Laufen, Seilspringen, Kugelstoßen und Standweitsprung. Das Üben in der Gemeinschaft mache sehr viel Spaß, sagt Horst Palzer.

Sportabzeichen in Gold


Jetzt im Frühjahr beteiligt sich der gebürtige Berliner am Sportabzeichen-Wettbewerb 2017, muss dabei wieder Anforderungen in den Bereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination erfüllen. Die für seine Altersgruppe geforderten Weiten und Zeiten schafft er locker. So stehen für dieses Jahr bereits 7,38 Meter im Kugelstoßen und 1,80 Meter im Standweitsprung auf seiner Prüfkarte. Mit Stolz erzählt Palzer, dass er bereits 60 Mal in Folge für seine Leistungen das Deutsche Sportabzeichen in Gold erhalten hat. Die Prüfungen dafür erfolgten in Berlin, Ulm, Stuttgart, Lübeck, Reinbek und Hamburg. Der studierte Diplomingenieur hat aus beruflichen Gründen oft den Wohnort gewechselt. Zuletzt war er im Umweltschutz tätig. Das mit dem Sportabzeichen hatte Mitte der fünfziger Jahre während seines Ingenieurstudiums in Berlin begonnen. Bis dahin kannte er Sportarten nur als Zuschauer. „Ich bin 1936 geboren und in der Nähe des Berliner Olympiastadions aufgewachsen. Mein Vater hatte mich oft zu sportlichen Veranstaltungen mitgenommen.“


Aktiv und engagiert


Heute ist Horst Palzer im Hamburger Sportbund, im Farmsener Turnverein und in der Energie Sportvereinigung Ansprechpartner, wenn es um das Sportabzeichen geht. Er selbst nimmt die „Leistungsprüfungen für jedermann“ ab. Der Familienvater gibt den Rat, regelmäßig „mit Maß und Spaß“ zu trainieren. Der Kampf um das Sportabzeichen sei auch eine Herausforderung, man müsse sich einem Wettkampf stellen, stehe unter Druck, betont der agile Mann, der vor 20 Jahren sein letztes Auto verkaufte, um sich mehr zu bewegen. Horst Palzer bringt sich nicht nur im Sportbereich gesellschaftlich ein. Er ist im ADFC organisiert, Mitglied der SPD und hat mit kleinen Spenden den Aufbau der Frauenkirche in Dresden, der Hamburger Philharmonie und des Berliner Schlosses unterstützt. Gern hätte der Vater von zwei Kindern die Olympischen Spiele 2024 in Hamburg gesehen. Leider aber verloren die Befürworter im November 2015 das Referendum. Zu seinen Hobbys zählt das Reisen. So unternahm er mit seiner Frau kürzlich eine sechswöchige Kreuzfahrt von Costa Rica nach Hamburg.
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