Sportverein zeigt Herz

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Gerd Serafin (v.l.), Jürgen Meins und Marco Rehmer vom TSV Wandsetal überreichen die Lebensmittelspenden in der Litzowstraße an die Sozial-Manager Andreas Berkofski und Marina SakoloskiFoto: kg

Spende und Trainingsangebote für Flüchtlinge

Von Karen Grell
Wandsbek. Am Nikolaustag des vergangenen Jahres hat der TSV Wandsetal zum ersten Mal zu einem großen gemeinschaftlichen Adventssingen aufgerufen und dabei Gelder für einen guten Zweck gesammelt.
Leider war der Veranstaltung mit Moderator Gerd Spiekermann Sturmtief Xaver in die Quere gekommen und das Event dann nicht so besucht, wie es der Verein erhofft hatte. Dennoch fand das Adventssingen statt und so konnten jetzt für die eingesammelten Gelder Lebensmittel für die Flüchtlinge in der Litzowstraße in Wandsbek gekauft werden. „Viel frisches Gemüse und Obst haben wir besorgt“, so Gerd Serafin vom TSV Wandsetal, der das erste Singen im Dezember organisiert hatte und nun dabei war, als die Waren angeliefert wurden. Der Verein möchte damit Herz zeigen, aktiv helfen und sich den Unterstützern im Stadtteil anschließen. Im Kulturschloss hat sich beispielsweise schon eine Nachbarschaftsbewegung zusammengeschlossen, die mit Deutschunterricht und Kleiderspenden Unterstützung anbietet.

„Ganz wichtig ist uns auch, dass die Kinder und Jugendlichen der Flüchtlingsfamilien kostenlose Sportangebote wahrnehmen können.“ Jürgen Meins, Vorstand des TSV

„Ganz wichtig ist uns auch“, so Jürgen Meins vom Vorstand des TSV, „dass die Kinder und Jugendlichen der Flüchtlingsfamilien kostenlose Sportangebote wahrnehmen können“. Deshalb hat sich der Verein entschieden, den etwa 40 Kindern in den Containern der Litzowstraße kostenlosen Sport anzubieten. Geschäftsführer Marco Rehmer muss auch feststellen: „Viel Platz zum Spielen und Toben ist hier ja nicht.“ Fußball, Leichtathletik oder Basketball – noch steht nicht fest, in welchen Bereichen die Kinder der Flüchtlingsfamilien aktiv werden wollen, in den nächsten Wochen soll es aber auf jedem Fall mit dem sportlichen Angebot losgehen. Für das kommende Nikolausfest ist ein weiteres Adventssingen geplant, um noch mehr Gelder einzutreiben und auch die Geschäftsleute aus der Umgebung sind schon angesprochen worden und haben erste Spenden zugesagt. „Wir sind da sehr hartnäckig, wenn es um die Suche nach Hilfsangeboten geht“, betont Gerd Serafin. Hier sei ein ganzer Stadtteil aufgefordert aktiv zu werden und zu helfen. Ein Sportverein sei immer auch eine Art Familienmitglied und ein perfekter Ort für neue Kontakte und Zusammenhalt.
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