Sprunginsel

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Der Meiendorfer Weg war besonders in den vergangenen Jahren eine „Raserstrecke“. Gefährlich waren hier besonders die Einmündungen und Verkehrskreuzungen Meiendorfer Weg/Ringstraße und Meiendorfer Weg/Leharstraße. Foto: hbz

Meiendorfer Weg wird sicherer

Von Hubert Bätz
Meiendorf. Der Meiendorfer Weg bekommt eine Sprunginsel. Sie soll den Fußgängern das Überqueren der Straße erleichtern und Autofahrer zwingen, langsamer zu fahren. Der verkehrspolitischer Sprecher der Wandsbeker SPD-Fraktion, Lars Kocherscheid-Dahm, begrüßt die Entscheidung: „Nun haben wir endlich alle Hürden bei den Behörden genommen und es kann losgehen.“
In Höhe der Einmündung Leharstraße soll die Straße verschwenkt und eine Verkehrsinsel zwischen den Fahrspuren gebaut werden. In den Sommerferien 2013 soll gebaut werden, so dass zum Schuljahr 2013/14 alles fertig wäre. CDU-Fraktionschef Eckard Graage war ebenfalls begeistert: „Ich finde es toll, dass die Rahlstedter Bürger so mitziehen und die Entscheidung mittragen.“ Viele Anlieger aus Meiendorf waren zur Sitzung des Regionalausschusses gekommen, und hatten mehrheitlich die „große Lösung“ favorisiert, nach der beide Fahrbahnen verschwenkt und dafür Anliegerbeiträge fällig werden. Sie belaufen sich laut Wegegesetz auf 24 bis 50 Cent pro Quadratmeter Grundstücksfläche, so dass Eigentümer eines 1000-Quadratmeter großen Grundstücks bis zu 1000 Euro zahlen müssen. Kocherscheid-Dahm sah dies positiv: „Die Tendenz geht Richtung 30 Cent in diesem Fall.“ Die kleine Lösung hätte nur eine Fahrbahn verschenkt, allerdings keine Anliegerbeiträge gekostet. Die Polizei jedoch hatte davon abgeraten, weil so immer noch eine lange Gerade geblieben wäre, auf der im Zweifel weiterhin ein hohes Tempo gefahren würde.
Die Verkehrssituation auf dem Meiendorfer Weg hat Anwohner und Kommunalpolitker seit seit mehreren Jahren beschäftigt.
Viele Autofahrer halten sich nicht an die Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, Schulkinder der Meiendorfer Islandschule haben Probleme, die Straße sicher zu überqueren. Bei Geschwindigkeitsmessungen lag der Spitzenwert bei über 100 km/h – „ und das morgens zur Schulanfangszeit für die Grundschüler zwischen sieben und acht Uhr“, sagt Lars Kocherscheid-Dahm. Einen traurigen Höhepunkt fand die Raserei 2011, als ein Auto nach einem Zusammenprall mit voller Wucht in einen Vorgarten geschleudert wurde. Nur wie durch ein Wunder wurde damals niemand schwer verletzt. Die Fraktionen des Rahlstedter Regionalausschusses hatten sich daraufhin einstimmig für bauliche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung ausgesprochen. (hbz)
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