Start in die Kufen-Saison

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Die Eishalle in Farmsen ist die größte Eissporthalle Hamburgs Foto: Schneekloth
 
Jörg Bobsien, 47, ist seit 1999 Geschäftsführer des Eislands Foto: Schneekloth

Hamburgs größte Eishalle liegt in Farmsen. Wir schauten hinter die Kulissen

Von Laura Schneekloth
Farmsen
Die Eislaufsaison hat wieder begonnen. In Farmsen lockt das Eisland am Berner Heerweg 152 aufs Glatteis. Allerdings hat der Betreiber, die Bäderland GmbH, die Eintrittspreise (Erwachsene 5,20 Euro, Kinder 3,70 Euro für jeweils 2,5 Stunden) in diesem Jahr um 10 Cent erhöht. Grund seien die hohen Energiekosten, heißt es auf Wochenblatt-Nachfrage.
In der größten Eislaufhalle der Stadt lassen sich auf den schnellen Kufen Runden drehen, Pirouetten üben oder gar das Rückwärtsfahren trainieren. Auf 1.800 Quadratmetern vergnügen sich die Schlittschuhläufer hier. Damit auch die Kleinsten gefahrlos ihre ersten Schritte auf dem Eis wagen können, gibt es im Eisland auch eine abgeteilte Kinder-Eislauffläche. Dieser separate Bereich wird an jedem Sonnabend und Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr exklusiv für den Eislauf-Nachwuchs eingerichtet.

Die Eismaschine versprüht 1000 Liter


Damit die Besucher durchgängig Freude am Nutzen der Eisbahn haben, sind 18 Kilometer Rohrleitung unter dem Beton der Laufbahn verlegt, um die Fläche zu vereisen. Diese Konstruktion ist vergleichbar mit einem riesigen Kühlschrank. Durch die Rohre werden zwei Tonnen Kühlmittel, in diesem Fall Ammoniak, gepumpt, welches innerhalb der Leitungen verdampft und dadurch Kälte abgibt, sodass die Eisfläche gefrieren kann. In der Kälteanlage verdichtet sich das Ammoniak wieder und wird flüssig. So schließt sich der Kreislauf.
Die Dicke des Eisfilms beträgt drei bis fünf Zentimeter und ist abhängig vom Gebrauch. Bei Eishockeyspielen liegt sie aufgrund der starken Nutzung bei etwa fünf Zentimetern, bei normalem Eislaufbetrieb bei etwa drei Zentimetern. Um die Bahn neu zu vereisen wird ein dünner Wasserfilm mit Hilfe der Eismaschine aufgetragen. Hierfür werden etwa 1.000 Liter Wasser benötigt. Das dauert circa sieben Minuten, die Vereisung erfolgt in fünf Minuten.
Die Eisproduktion verursacht den hohen Energieverbrauch. Auch die diesjährige Steigerung der Eintrittspreise um 0,10 Euro könnten die entstehenden Kosten nicht auffangen, erklärt Jörg Bobsien. Der 47-Jährige ist seit 1999 Geschäftsführer des Eislandes.

73.000 Besucher im Jahr


Die Eissporthalle Farmsen in Hamburg wurde 1978 eröffnet und bot im Laufe der Jahre schon mehreren Eishockey-Teams eine Heimstatt – auch den Hamburg Freezers, bis sie 2008 in die Volksparkarena in Stellingen zogen. Weiterhin trainieren hier viele Eishockeymannschaften. Die ranghöchste Mannschaft ist die 1. Herrenmannschaft der Crocodiles des Farmsener Turnvereins. Sie spielen in der Oberliga Nord. Zusätzlich trainieren in der Eissporthalle die Junioren der Crocodiles, die Jugend- und die Schüler-, sowie vier Hobbymannschaften. Jährlich werden um die 40 Spiele im Eisland Farmsen ausgetragen. Seit 2009 besuchen im Schnitt 73.000 Eislaufbegeisterte jährlich das Eisland.
Während der Eislaufsaison findet jeden Sonnabend eine Polarlicht-Diskothek mit Lichtshow und DJ statt.

Öffnungszeiten und Preise: Di-So 11-17.30 Uhr, Do+ So auch 20-22 Uhr; Erwachsene 5,20 Euro (jede weitere Stunde kostet 1,10 Euro) Kinder bis 16 Jahre 3,70 Euro (jede weitere Stunde kostet 80 Cent), Schlittschuhverleih 4,50 Euro; Eissporthalle Farmsen, Berner Heerweg 152, Alle Infos zum Eisland Farmsen
unter www.baederland.de/bad/eisland.html
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