Start in Singapur

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Das Alliance Racing Team mit (v. l.) Sandro Blesinger, Mathea Herzberg, Teammanager Jan Philipp Weiland und Kiawash Jafari Foto: AR/wb

Bramfelder Schüler schaffen es zur F1-Weltmeisterschaft

Von Michael Hertel
Bramfeld
Jahrelang haben sie auf diesen Moment hingearbeitet, jetzt ist es soweit: Vier Schüler des Bramfelder Gymnasiums Grootmoor fahren beim internationalen Technologie-Wettbewerb „F1 in Schools“ zur Weltmeisterschaft nach Singapur. Ziel des Wettbewerbes ist es, am Computer nach strengen Vorgaben einen Miniatur-Rennwagen zu konstruieren, ihn zu bauen und erfolgreich gegen die Konkurrenz einzusetzen. Das haben Mathea Herzberg (16), Sandro Blesinger (17), Kiawash Jafari (19) und Teammanager Jan Philipp Weiland (18) schon geschafft. „Allerdings reicht es nicht aus, das schnellste Auto zu bauen. Wir müssen vor allem unser Projekt vermarkten und Sponsoren finden“, erklärt die frisch gebackene Abiturientin Mathea Herzberg. Ihren Abi-Schnitt von „nur“ 1,9 erklärt sie so: „Ich habe ja fast zwei Semester lang kaum etwas für die Schule getan, weil uns der Wettbewerb so vereinnahmt hat.“

Eigene Firma gegründet


Die junge Bramfelderin ist aber sicher, dabei mehr gelernt zu haben als in ihrer Lehranstalt. Der F1-Wettbewerb fordert alle Talente und Fähigkeiten: Der rund 20 Zentimeter lange und mindestens 55 Gramm schwere, von einer Gaspatrone angetriebene „Rennwagen“ wird mit professionellen CAD-Programmen konstruiert, dann aus Kunstschaum hergestellt, an Industriemaschinen gefräst und immer wieder im virtuellen Windkanal getestet, schließlich auf regelrechten Messeständen bei regionalen, nationalen und internationalen Ausscheidungen präsentiert. Ehrgeiz und Konstruktionsgeschick, sprachliche Gewandtheit, Cleverness, Überzeugungskraft und vor allem „Power“ sind gefragt.
Die vier Bramfelder haben sich voll „reingehängt“, eine eigene Firma gegründet, sind sogar zusammengezogen, um Tag und Nacht an ihrem großen Ziel zu arbeiten.

10.000 Euro eingeworben


Sie haben sich erfolgreich in Hamburg und bei der Deutschen Meisterschaft am Hockenheimring präsentiert, Sponsoren überzeugt (Hauptsponsor ist der Öl-Multi Exon Mobile), weit über 10.000 Euro für ihr Projekt eingeworben (allein die WM-Teilnahme kostet rund 40.000 Euro) und so ganz nebenbei (Kiawash und Mathea) noch das Abi gebaut. Am 8. September hebt das „Alliance Racing Team GbR“ Richtung Singapur ab, Tage später folgen Opa, Oma, Eltern und Fans. „Mit unserem neuen Auto haben wir gute Chancen.“ Das sagt nicht etwa Frank Williams oder Norbert Haug, sondern Methea Herzberg. Viel Glück!

Weitere Infos: F1 in Schools, Weltmeisterschaft in Singapur
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