Steilshoop: Busse als „Kreisel-Killer“

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Kreisel kaputt: der Bordstein ist verzogen und hinterlässt Schlaglöcher. Jetzt soll saniert werden Foto: tel
Hamburg: Gründgensstraße |

Bordsteinkanten in der Gründgensstraße werden entfernt – Arbeiten beginnen im Frühjahr

Von Michael Hertel
Steilshoop
Kaum zwei Jahre nach ihrem Einbau im Zuge der Busbeschleunigung haben die Kreisverkehre an der Gründgensstraße „aufgegeben“: Wie die Senatsverkehrsbehörde auf Anfrage des Wochenblatts mitteilte, haben Teile der Kreisverkehre den „besonders hohen Belastungen durch den Busverkehr nicht stand gehalten“. Deshalb sieht man die Steilshooper „Kreisel“ in diesen Tagen zum Teil als Baustellen eingerüstet.

Kreisel-Oberflächen beschädigt

Die Kreisverkehre bestehen grundsätzlich aus zwei unterschiedlichen Ringen. Auf dem äußeren Ring mit seiner Asphalt-Oberfläche sollen Radfahrer, Pkw und Lieferwagen verkehren. Busse und Lkw hingegen müssen aufgrund ihrer Fahrzeuglängen den inneren Ring (aus Beton oder Kopfsteinpflaster) mitbenutzen. Zwischen beiden Ringen ist nach den entsprechenden Straßenbau-Richtlinien eine etwa fünf Zentimeter hohe Bordsteinkante vorgesehen. Dadurch soll verhindert werden, dass Pkw über den inneren Ring quasi geradeaus weiterfahren. Busse dagegen dürfen Bordstein und Innenring überfahren. An der Gründgensstraße sind dadurch offensichtlich die Bordsteine vielfach herausgehebelt oder verschoben worden und haben die Kreisel-Oberflächen beschädigt.

Zu hohe Belastung

Wie die Verkehrsbehörde erklärt, sind die Bauarbeiten an den Kreiseln „richtlinienkonform“, also korrekt, ausgeführt worden. Aber die hohe Belastung mit Bussen hat die Bordsteine „gekillt“. Bei der Reparatur der Ringe werden die Bordsteine entfernt (und nicht ersetzt), erklärt die Senatsbehörde. Auf der jüngsten Sitzung des Stadtteilbeirates kündigte Bezirksamtsvertreter Dirk Mecklenburg (Fachamt für Sozialraummanagement) an, dass die Kreisel noch im Frühjahr saniert werden.
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