Streit um Qualm eskaliert

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Der Streit um eine Zigarette eskalierte im Burger-Restaurant Symbolfoto: thinkstock

27-Jähriger Raucher schlug brutal zu. Prozess beginnt

Hamburg. Rauchen gefährdet die Gesundheit. Manchmal sind jedoch auch die Raucher selbst gefährlich. Weil er im Restaurant „Burger King“ am Friedrich-Ebert-Damm nachts gegen 0.40 Uhr eine Gruppe junger Männer aufforderte, das Rauchen in Restaurant zu unterlassen, kam der Mechatroniker Tim B., 24, mit schweren Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus. Einer der Raucher hatte eine Saftflasche auf seinem Kopf zertrümmert und ihm anschließend die zerbrochene Flasche ins Gesicht gestoßen.
Vor dem Amtsgericht Wandsbek muss sich nun Deniz K., 27, wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der Angeklagte behauptet: „Ich habe mich bedroht gefühlt!“ In seiner Erklärung, die er von seiner Verteidigerin vortragen ließ, heißt es: Das spätere Opfer habe sich bedrohlich vor ihm und seinen Freunden aufgebaut. Außerdem habe er eine Hand in der Hosentasche gehabt.
Die Raucher vermuteten offensichtlich, dass Tim B. einen Schlagring bei sich gehabt habe. Doch die Spurensicherung entdeckte weder bei dem Opfer noch im Lokal ein Schlagring.
Opfer Tim B. stammt aus Trittau. Mit seinen Freunden hatte er an diesem Abend einen Ausflug nach Hamburg unternommen. Gemeinsam hatten sie sich im Kino einen Film angesehen. Danach waren die jungen Männer aus dem Kreis Stormarn zu dem Burger-Restaurant gefahren.
„Das Rauchen hat uns beim Essen gestört“, erklärt Tim B. als Zeuge dem Gericht. Als er die Raucher zur Rede stellte, hätten sie ihm erklärt: „Sei nicht so respektlos. Du bist hier im falschen Revier!“ Danach sei gleich die Flasche auf seinem Kopf gelandet. Tim B. erlitt zahlreiche Schnittwunden im Gesicht. Der Prozess wird fortgesetzt. (je)
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