Streitpunkt Flüchtlinge

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Bei der Stadtteilversammlung stand das Thema Unterbringung der Flüchtlinge im Mittelpunkt. Die Meinungen gingen dabei auseinander, die Hilfsbereitschaft scheint im Stadtteil aber zu überwiegen Foto: Grell

Stadtteilversammlung Großlohe startet in ein spannendes Jahr

Rahlstedt Die Stadtteilversammlung Großlohe hat sich kürzlich zu ihrer ersten öffentlichen Sitzung getroffen. Bei elf Punkten auf der Tagesordnung wurde es auch gleich ein entsprechend langes Treffen. Nach der Wiederwahl des bisherigen Vorstandes mit Thomas Falensky und Daniel Gren, die einstimmig im Amt bestätigt wurden, ging es um Anträge für das Geld aus dem Quartiersfonds. Alle drei Anträge für das Osterbasteln mit 350 Euro, dem Mittagstisch der „Pottkieker“ mit 1560 Euro und dem Projekt „Großlohe räumt auf“ mit 100 Euro wurde ein gemeinschaftliches Okay gegeben. Außerdem soll der Treffpunkt Großlohe möglichst in den nächsten Monaten erweitert werden, die Verhandlungen mit der Wohnungsbaugesellschaft laufen allerdings noch.
Hauptstreitpunkt der Versammlung war die Situation der untergebrachten Flüchtlinge im Quartier. Die Meinungen gingen dabei extrem auseinander. Während Karl-Heinz Warnholz von der CDU, der als Gast an diesem Abend teilnahm, für ein „So kann es hier in Rahlstedt nicht weitergehen“, plädierte, gab es viele unter den Besuchern, die sich gerade in diesem Stadtteil, der schon seit den 1970er-Jahren zu einem der sozial benachteiligen der Stadt gehört, besonders engagieren wollen. „Wir könnten eventuell einen Runden Tisch gründen“, so Thomas Falensky, „um den Neubürgern dann bei der Integration zu helfen“. Am 6. April soll es dazu ein erstes Unterstützertreffen in der Martinskirche geben.
Während Warnholz von ungerechter Verteilung innerhalb der Bezirke sprach, warb Astrid Hennies (SPD) für ein positives Begleiten der Flüchtlinge, um ihnen die Ankunft in Hamburg zu erleichtern. Auch der bisherige Schulleiter der Grundschule im Stadtteil, Stephan Kufeke, konnte bei der Stadtteilversammlung von vielen positiven Begegnungen mit zugezogenen Familien berichten und dem Wunsch der meisten, sich möglichst schnell zu integrieren. Seine Nachfolgerin, Anja Behrendt, die noch im März im Amt bestätigt werden soll, freut sich schon jetzt auf die Herausforderung in Großlohe. „Ich will hier mit anpacken“. Somit startet das Quartier offenbar in ein spannendes, themenreiches Jahr. (kg)
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