Tatort Rodigallee

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Auf dem Fußweg verblutete am 4. Juni der junge Familienvater Nico R. (31) Foto: Jenssen

Landgericht soll den Tod eines jungen Jenfelder Familienvaters aufklären

Von Martin Jenssen
Hamburg. Nico R., 31, Vater von zwei kleinen Söhnen, ein und sechs Jahre alt, wurde am 4. Juni gegen 21.35 Uhr auf dem Gehweg an der Kreuzung Rodigallee/Jenfelder Allee erstochen. Der Grund: vermutlich nur ein dummer, banaler Streit.
Der mutmaßliche Täter, David E. (40), muss sich seit vergangener Woche vor dem Hamburger Landgericht verantworten.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor. David E. soll ohne rechtfertigenden Grund Nico R. mit einem Küchenmesser (Klingenlänge 13 Zentimeter) getötet haben.
Der Täter stach mit dem Messer zwischen die erste und die zweite Rippe in der linken Brustkorbseite. Durch den Stich wurden die Hauptschlagader und der Herzbeutel tödlich verletzt. Nico R. verstarb noch am Tatort durch inneres Verbluten. Ein lautstarker Streit war der blutigen Tat vorausgegangen. David E., der auf dem Fußweg stand, soll Nico R., der sich auf einem Balkon im ersten Stock des nahegelegenen Wohnhauses befand, derbe beschimpft haben.
Urteil voraussichtlich im Dezember
Im Verlauf des Streits forderte David E. den jungen Familienvater auf, hinunter auf die Straße zu kommen. Dummerweise kam Nico R. dieser Forderung nach. Als er auf den Gehweg trat, soll er von
David E. angegriffen worden sein. Vor Gericht wurde am ersten Verhandlungstag nur die Anklage verlesen. Der Prozess wird am 5. November fortgesetzt. Dann will der Angeklagte eine Erklärung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen abgeben. Das Urteil wird voraussichtlich am 6. Dezember verkündet.
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