Ton-Kunst am Baum

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Diese täuschend echt aussehende Schlange windet sich jetzt um einen Baum am Mühlenteichpark Foto: Netzow

Hobbygärtner schaffen Freiluftgalerie im Mühlenteichpark – jedoch nicht von Dauer

Von Kirsten Netzow
Wandsbek
Seit vergangenem Jahr bepflanzt eine Gruppe Freiwilliger das Gelände rund um den Mühlenteich an der Königsreihe. Bei schon sommerlichen Temperaturen wurde am vergangenen Muttertag einmal nicht Unkraut gezupft, gegraben und gegossen. Mit großer Begeisterung suchte sich jeder Teilnehmer stattdessen einen Baum aus und schmückte ihn mit einem Kunstwerk aus Ton. Es herrschte ausgelassene Stimmung an diesem Nachmittag. „Das macht großen Spaß“, so der eindeutige Tenor. Innerhalb von zwei Stunden entstanden eine Vielzahl kunstvoller Erzeugnisse aus Ton. „Das ist wirklich eine sehr engagierte Gruppe“, so Green-Gym-Trainer Timo Thorhauer über die Wandsbeker Hobby-Gärtner. „Es geht darum, mit einem Material aus der Natur in Kontakt mit der Natur zu kommen, ganz ähnlich wie beim Graben in der Erde“, beschreibt Thorhauer die Idee der Tonaktion. Täuschend echt sieht die Schlange einer Teilnehmerin aus, die sich in Richtung eines, ebenfalls aus Ton geformten Apfels, schlängelt. Kleine Schnecken und eine Raupe haben es sich auf dem neuen Hochbeet gemütlich gemacht. Aber auch kleine Fratzen, Gesichter und ein kunstvoll verziertes Auge schauen jetzt von einigen Baumstämmen hinab. Teilnehmer Andreas Reichert formte ein Gesicht, in denen die Züge nur angedeutet sind. „Die Stelle am Baum sah vorher eher düster aus. Da habe ich versucht, etwas Positives für den Moment zu gestalten“. Nach einer ausgiebigen Kaffee- und Kuchenpause gab es einen kleinen Rundgang durch die kleine „Freiluftgalerie“, um die Exponate zu bestaunen. Solange es keinen Regenschauer gibt, der die Kunst von den Bäumen wäscht, haben aufmerksame Spaziergänger noch die Chance, das eine oder andere Kunstwerk zu entdecken. Da die Aktion bei allen gut ankam, stieß der Vorschlag einer Fortsetzung auf großen Anklang. Bereits im vergangenen Jahr ließen die Teilnehmer ihre Fantasie spielen und formten aus Blüten, Blättern und Früchten ein farbenfrohes Mandela auf der Parkwiese.
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