Treff hofft auf Renovierung

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Elternschule Farmsen-Berne: Hier herrscht munterer Betrieb an sieben Tagen der Woche Foto: tel

Elternschule unterstützt Familien mit „bescheidenen Bordmitteln“

Von Michael Hertel
Famrsen-Berne
Hinter der Eingangstür empfängt den Wochenblatt-Reporter fröhliches Kinderlachen, im Flur stehen Kinderwagen. „Viel Platz haben wir nicht. Dafür ist aber sieben Tage in der Woche etwas los“, lächelt Doris Kuhr (59), seit 16 Jahren Leiterin der Elternschule Farmsen-Berne. Vor drei Jahren kam für sie auch noch die „vorübergehende“ Leitung der Elternschule Hohenhorst-Rahlstedt dazu. Die Elternschule an der Bekassinenau hatte dieses Jahr 50. Geburtstag, und so ist es an der Zeit für eine umfassende Renovierung von Gebäude und Einrichtung. Erste Weichen sind gestellt.
Bei den insgesamt 21 Hamburger Elternschulen, auch als Familienbildungsstätten bekannt, handelt es sich um Einrichtungen der bezirklichen Jugendämter. Klassische Erziehungsratgeber wie Oma, Opa und Verwandte sind längst abgelöst durch professionelle Helfer, aber Unterstützung wird in vielen Familien nach wie vor benötigt. „Hier soll niemand wieder die Schulbank drücken. Wir bieten vielmehr Hilfestellung, Spaß und Beratung rund ums Kind“, erklärt Kuhr. Zum umfangreichen Angebot gehören offene Treffpunkte, feste Gruppen, Veranstaltungen und Einzelgespräche.
Das reicht von der Gesundheitsfürsorge, über pädagogische Unterstützung, bis zu Ernährungstipps, gemeinsames Kochen und Babymassage. Treffen wie das Café für alleinerziehende Mütter oder das Sonntagsfrühstück für Alleinerziehende zählen zu den Rennern. Ganz neu im Angebot ist der Frauen-Flohmarkt am Freitag, 6. November, ab 18 Uhr (anmelden unter: 647 63 88). Aber auch für (alleinerziehende) Väter gibt es spezielle Angebote. Gerade bei den Frühstückstreffen stößt die Einrichtung häufig an Grenzen. Man kann sich das Gewusel in der winzigen Kaffeeküche ohne Spülmaschine und mit einem Herd von Anno Dunnemals lebhaft vorstellen. „Unsere Einrichtung ist schon stark frequentiert, und das wird sich absehbar nicht ändern. Wir arbeiten mit bescheidenen Bordmitteln. Zum Glück sind unsere Kursusleiter sehr selbständig.“, sagt die Leiterin. Doris Kuhr hofft nun auf eine baldige Zusage des Bezirks für die Renovierung. „Das Architektenhonorar hat der Jugendhilfeausschuss schon bewilligt“, sagt der SPD-Bezirksabgeordnete Marc Buttler. Er hofft, dass die benötigte Vorlage noch in diesem Jahr abgeliefert wird. Dann könnte 2016 der Startschuss für die Renovierung fallen, für die zunächst rund 50.000 Euro angesetzt sind.

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