Treffen am internationalen Büfett

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Das Ehepaar Heide und Detlev Moeller aus Wandsbek hilft an zwei Tagen in der Woche für jeweils zwei Stunden Foto: Grell

Viele Nachbarn engagieren sich für minderjährige Flüchtlinge in der Unterkunft an der Menckesallee

Wandsbek Der Landesverband für Erziehung und Beratung (LEB) hatte am vergangenen Sonnabend in die Unterkunft für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge an der Menckesallee eingeladen. „Wir haben hier nur gute Erfahrungen gemacht“, erklärt das Ehepaar Heide und Detlev Moeller, das sich in der Unterkunft ehrenamtlich engagiert. „Wir helfen bei den Hausaufgaben, sprechen mit den Bewohnern Deutsch und unterstützen, wo wir können“. Die Jugendlichen seien immer höflich, berichtet das Ehepaar. Zum Kennenlerntag in der Flüchtlingsunterkunft wurden Spiele gespielt und ein internationales Büfett serviert sowie Einblick in den Tagesablauf gegeben.
Der sieht normaler Weise so aus: Am Morgen gibt es ein gemeinsames Frühstück, danach geht es zum Deutschunterricht, dann zum Einkaufen und am Abend ans Kochen. „Die Jugendlichen haben den ganzen Tag über ein Team im Haus, das ihnen zur Seite steht“, erklärt Michael Rohsius, der Leiter der Einrichtung. Wichtig sei vor allem auch die Selbstständigkeit. 36 Bewohner leben an der Menckesallee und sie teilen das gleiche Schicksal, allein die weite Reise aus Syrien, Albanien oder Ägypten bis nach Hamburg geschafft zu haben. Ihre Eltern sind meist in den Heimatländern zurückgeblieben, andere haben ihre Familien auf der Flucht verloren.
Michael Rohsius kann ebenso von guten Kontakten in der Nachbarschaft berichten, weiß aber auch: „Das war nicht immer so“. Es habe auch Menschen gegeben, die ihren Unmut gezeigt hätten, als die Unterkunft eingerichtet wurde. Die Jugendlichen hoffen weiter auf gute Nachbarschaft und sind froh, Menschen wie die Moellers gefunden zu haben, die mit Akzeptanz auf sie zukommen. (kg)
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