Unterbringung in Schule

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Der Bürgersaal ist bei den Info-Veranstaltungen in Sachen Unterbringung von Flüchtlingen immer gut gefüllt Foto: kg

350 Plätze in ehemaliger Einrichtung am Eichtalpark

Wandsbek Weiterhin steigen die Zahlen der Flüchtlinge, die nach Hamburg kommen, dramatisch an. Im Stadtteil Eilbek werden deshalb jetzt 350 Schlafplätze für Schutzsuchende in der ehemaligen Schule am Eichtalpark eingerichtet Die Sporthalle ist nicht betroffen und steht den Sportgruppen des TSV Wandsetal wie bisher zur Verfügung. In dem leer stehenden Gebäude an der Walddörferstraße 91 wird das städtische Unternehmen fördern & wohnen die Unterkunft betreiben, deren Belegung bereits ab Oktober beginnen soll. Laut Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff, der in der vergangenen Woche zu einer Informationsveranstaltung im Bürgersaal einlud, sollen die Anwohner noch rechtzeitig mit Handzetteln informiert werden. Hamburg müsse aufgrund bundesgesetzlicher Regelungen rund 2,5 Prozent aller in Deutschland ankommenden Flüchtlinge aufnehmen, so Ritzenhoff. „Der Zustrom wird aber auch in den nächsten Wochen noch weiter ansteigen“, vermutet er und hofft auch weiterhin auf so viel Solidarität aus dem Stadtteil, wie bisher.
„Die Hilfsbereitschaft im Bezirk ist riesengroß“, betont er während der Info-Veranstaltung. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement könne Hamburg die große Zahl der Schutzsuchenden gar nicht versorgen. Er sprach seinen großen Dank allen denen aus, die sich ohne bürokratische Anfragen einfach auf den Weg gemacht hätten. Die Kleiderkammern seien gefüllt, Menschen im Gespräch mit Schulen und anderen Einrichtungen, um mit Deutschkursen und weiteren Hilfsangeboten die Menschen, die zum größten Teil aus Syrien und Afghanistan stammen, zu unterstützen. Gerade die Nachfrage nach Sprachkursen sei groß. Während sich der eine Anwohner beschwerte, dass Flüchtlinge in seinem Vorgarten gesessen hätten und andere sich fragten, wie die Ankommenden über die Regeln und Rechte in Deutschland wohl informiert würden, ist die Hauptsorge vieler Besucher, dass es zu einem Kollaps kommen könnte, wenn bald mehr Flüchtlinge ankommen, als Unterkünfte aufgebaut werden können. Dazu Thomas Ritzenhoff: „Die Flüchtlinge brauchen nach ihrem langen und beschwerlichen Weg zunächst eine Anlaufzeit, um sich mit den geltenden Regeln vertraut zu machen.“ Jedoch habe es gute Erfahrungen gegeben und auch bei Ruhestörungen sei es bei den meisten Einrichtungen zu Regelungen gekommen, die für alle annehmbar sind. (kg)
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