VHS-Verein feierte

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Das Farmsener Gitarrenensemble spielte unter anderem ein einfühlsames Madrigal Foto: Hertel

Zum 35.: „Familienfeier“ ohne Krawattenzwang mit Gästen und Musik

Von Michael Hertel
Farmsen
„Dies ist kein Festakt sondern ein Familientreffen“, erklärte der erste Vorsitzende Gerhard Fuchs sein Auftreten ohne Krawatte und sorgte sogleich für lockere Stimmung unter rund 120 geladenen Gästen und 100 Musikern beim 35. Geburtstag des Volkshochschulvereins Hamburg Ost in der Karl-Schneider-Halle. So konnten sich die Anwesenden auf die musikalischen Leckerbissen konzentrieren, die ihnen von Volkshochschul-Eleven aller Altersklassen präsentiert wurden. Das 1982 von der Volkshochschule (VHS) mitbegründete Wandsbeker Sinfonieorchester stellte unter der Leitung von Tobias Müller Ausschnitte aus seiner Probenarbeit für die Konzerte „Von der slawischen Seele“ mit Musik aus Russland, der Ukraine und Polen vor; beeindruckend auch die Darbietungen des preisgekrönten Farmsener Gitarrenensembles unter Leitung von Clemens Voelker, schmissig-gut gelaunt der Chor „Da Capo“ mit Sigrid Arning. Das musikalische Finale bestritten Chor und Orchester mit dem populären Halleluja von Händel gemeinsam. Gefeiert wurde ein Verein, der die Volkshochschule Hamburg Ost mit ihrem der Musik gewidmeten Schwerpunkt seit 1980 immer wieder finanziell und organisatorisch gefördert hat.

Verein ist Netzwerker


Einst gegründet, um den drohenden Abriss der 1928 entstandenen, heute nach seinem Erbauer Karl Schneider benannten denkmalgeschützten Mehrzweckhalle am Berner Heerweg zu verhindern, verstand und versteht sich der Verein nicht nur als Geldbeschaffer sondern vor allem als Netzwerker, Vordenker und Experimentator im Vorfeld der VHS. Dabei hat sich, so der ehemalige Bezirksamtsleiter und heutige erste Vereinsvorsitzende Gerhard Fuchs (72), vor allem Wulf Hilbert (68) in Doppelfunktion hervorgetan: von 1977 bis 2011 als Leiter der VHS Hamburg Ost sowie bis heute als langjähriges Vorstandsmitglied im Förderverein. Hilbert versteht sich aber nicht nur als Theoretiker: Beim großen Eröffnungskonzert der „slawischen Seele“ am 18. Mai im Rudolf-Steiner-Haus (Mittelweg) wird er ganz praktisch als Ensemblemitglied mit seiner Violine dabei sein. Gespannt dürfen VHS-Freunde auch auf das nächste Netzwerk-Projekt des Vereins sein: Mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz haben Fuchs und Hilbert mal wieder ein politisches Schwergewicht zur Podiumsdiskussion geladen.
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