Vom Grün nicht viel übrig

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Annette und Manuela kennen sich aus der Kita und kommen oft mit ihren Kindern in den Eilbeker Park. Sie haben auch schon mal unter dem großen Baum Picknick gemacht. Foto: kg

Anwohner wollen ihren Eilbeker Park zurück

Von Karen Grell
Eilbek. Manuela und Annette kennen sich aus der Kita auf dem ehemaligen Klinikgelände und nutzen die freien Flächen im Umfeld zum Spielen mit ihren je zwei Kindern und zum Fahrradfahren. Dass von dem einstigen Park nun durch die neuen Bebauungen immer mehr verlorengegangen ist, bedauern die beiden sehr.
Sie wohnen im direkten Umfeld des Erika-Mann-Bogens, wissen aber, dass die meisten neu entstandenen Wohnungen dort „für viele unerschwinglich sind“. Die einzige große Wiese, die nun zum Spielen geblieben ist, würde gleichzeitig auch von den Hundebesitzern genutzt werden und „meine Tochter ist drei Jahre alt und hat panische Angst vor Hunden“, beklagt die junge Mutter. Dass der Park nicht wirklich aufgeräumt ist, stört die jungen Mütter dabei weniger. Während andere Anwohner sich über wüste Wege mit heruntergefallenen Ästen und umgeknickten Baumstämmen beschwerten, fehlt anderen der Freiraum, um mit der Familie mitten in der Stadt im Grünen herumlaufen zu können.

Sperrung wird aufgehoben

Auf dem knapp fünf Hektar großen Parkgelände des früheren Eilbeker Krankenhauses soll dennoch bald alles wieder ein wenig besser werden. Es soll aufgeräumt und anschließend das Gelänge wieder freigegeben werden. Schon Ende Februar kann der Teil des Parks, der aus Sicherheitsgründen gesperrt war, wieder genutzt werden. Die beiden Eilbeker Familien mit ihren freut das, denn oft haben sie einfach mal auf der Wiese unter dem großen Baum gefrühstückt oder mit den Kindern einen Ausflug zum Park per Fahrrad unternommen.
„Was nützen uns teure neugebaute Wohnungen, wenn wir bald keinen Platz mehr haben, wo wir mit unseren Kindern draußen sein können“, beklagen die Mütter die zunehmende Bebauung in der Stadt, die immer mehr Grünflächen verschwinden lässt.
Unten am Kanal, da würden viele im Sommer sitzen und Grillen, aber für Kinder sei der Park einfach unverzichtbar. „Es wäre sehr schade, wenn wir auf unseren Park irgendwann ganz verzichten müssten.“
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