Vom Jobcenter zum Asyl?

Anzeige
Am 9. November zieht das Jobcenter aus dem Gebäude Steilshooper Allee 53 aus Foto: googlemaps

Service für Arbeitslose zieht von Steilshoop nach Barmbek. Neuvermietung offen

Steilshoop/Bramfeld Das Jobcenter an der Steilshooper Allee 53 zieht am 9. November mit Sack und Pack und allen Mitarbeitern in das Jobcenter an der Bramfelder Straße 121 in Barmbek. Das bleibt aufgrund des Umzugs vom 9. bis 11. November geschlossen, ab 12. November ist wieder geöffnet - dann auch für die Steilshooper, die bisher den Standort an der Steilshooper Allee genutzt hatten. Kirsten Maaß vom Jobcenter weist noch darauf hin, dass „der Briefkasten am alten Standort an den Umzugstagen noch geöffnet sein wird“. Grund des Umzugs: „Der Mietvertrag ist ausgelaufen und das Jobcenter braucht größere Flächen“, erklärt Siegfried Greve, Geschäftsführer der ImmoRex GmbH, der die Liegenschaft gehört.
Inzwischen kocht im Stadtteil Steilshoop schon die Gerüchteküche: Was wird mit dem nun bald leerstehenden Gebäude? CDU-Mann Sandro Kappe, der auch im Stadtteilbeirat Appelhoff aktiv ist, berichtet: „Anwohner erzählen sich, dass es ein Asylbewerberheim werden soll.“ Bestätigt wird diese These bisher allerdings von keiner Seite, weder von der Sozialbehörde noch vom Immobilienbesitzer. Siegfried Greve dementiert aber auch nicht, sondern gibt an: „Wir sind noch am Überlegen wegen der zukünftigen Verwendung...“ In drei Wochen wisse er mehr.
Sandro Kappe fordert - sollen tatsächlich Flüchtlinge an der Steilshooper Allee 53 untergebracht werden - die Bevölkerung so früh wie möglich „mit ins Boot zu holen“. Insbesondere für die örtlichen Kindertagesstätten und Schulen sei das relevant, damit die gut planen könnten. Auch der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Jens Schwieger hat vom Gerücht gehört und beim Senat nachgefragt, bisher wisse niemand etwas Genaues. Schwieger fände aber eine Unterkunft hier gar nicht schlimm, denn bisher seien in Bramfeld und Steilshoop erst sehr wenige Flüchtlinge (212) untergebracht.
Fakt ist nämlich auch: Angesichts des nicht abreißenden Flüchtlingszustroms nach Hamburg (ca. 2.500 im Monat) hat laut Sozialbehördensprecher Marcel Schweitzer die Schaffung von „Folgeunterkünften Priorität“. (ba)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige