Voneinander lernen

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Angela Braasch-Eggert ist ehrenamtlich besonders für das Deutsche Jugendherbergswerk im Einsatz Foto: Christa Möller

Angela Braasch-Eggert engagiert sich gern für andere

Von Christa Möller
Wandsbek
Ihr soziales Engagement ist vorbildlich: Angela Braasch-Eggert, 67, wurde für ihren Einsatz mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet – eine ganz besondere Freude für die Juristin, der die Auszeichnung von Hamburgs Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard, im Hamburger Rathaus überreicht wurde.
Schon seit 1979 gehört Angela Braasch-Eggert dem Vorstand der Hamburger Blindenstiftung an, deren stellvertretende Vorsitzende sie seit 1998 ist. „Wir beteiligen uns zusammen mit der Lebenshilfe an einem Wohnprojekt an der Jenfelder Au“, erzählt sie von einer aktuellen Aufgabe. Außerdem engagiert sie sich im Vorstand der Claere-Jung-Stiftung, wo sie sich ebenfalls für die Verbesserung der Lebensumstände blinder Menschen einsetzt. Angela Braasch-Eggert hat im öffentlichen Dienst als Juristin gearbeitet. 25 Jahre lang, bis zur Pensionierung vor zwei Jahren, war sie als Sozial-Dezernentin in Bergedorf tätig. Ihr hauptsächliche ehrenamtliche Tätigkeit liegt im Bereich des Deutschen Jugendherbergswerkes, für das sie seit vielen Jahren tätig und dessen Gesamtverbandspräsidentin sie seit 2001 ist. Seit 1983 ist sie Vorstandsmitglied und seit 1994 Vorsitzende im Vorstand des DJH-Landesverbandes Nordmark. Außerdem vertritt die Pensionärin, die übrigens Vizepräsidentin des Hamburger Sportbundes ist, das Jugendherbergswerk im Verbandsrat des Paritätischen.
Nachhaltigkeit und Inklusion sind der Wandsbekerin wichtig, deren Lieblingsjugendherberge „sehr offen und international“ in Hamburg am Stintfang liegt, von wo man „einen wunderbaren Blick auf den Hafen hat“. Ein großes Thema nach der deutschen Wiedervereinigung war die Gründung von Landesverbänden in der ehemaligen DDR. Besondere Schwierigkeit dort war, „dass es im Kommunismus kein Konzept von Ehrenamt gibt.“ Aber auch international ist das Jugendherbergswerk mit 66 Mitgliedsländern präsent, Präsidentin des Weltjugendherbergsverbandes ist die 67-Jährige seit zwei Jahren. Als Jugendsprecherin der Deutschen Sportjugend, eines DJH-Mitglieds, war sie einst in Kontakt mit dem Jugendherbergswerk gekommen und ist dann selbst dort aktiv geworden. „Man lernt Deutschland kennen, und auch die Welt und trifft interessante Gesprächspartner.“ Ein Thema, das sie bewegt, ist die internationale Verständigung. Internationale Jugendbegegnungen sollen helfen, Vorurteile abzubauen. So gibt es beispielsweise seit über 50 Jahren einen Austausch mit Israel. Im Ehrenamt lernte Angela Braasch-Eggert auch ihren Mann kennen, beide waren im Vorstand der Deutschen Sportjugend. Sport ist immer noch wichtig für die Mutter dreier Töchter. 24 Jahre lang war sie Vorsitzende des Hamburger Ruderinnenclubs, in dem nun ihre Töchter ehrenamtlich aktiv sind. „Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich mich nicht bewegen kann.“ Sie rudert noch gern und genießt das Laufen an der Wandse. Wenn dann noch Freizeit bleibt, werkelt Angela Braasch-Eggert gern im Garten oder vertieft sich in einen Roman.
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