Wandsbeker Senioren wählen ihre Vertreter

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Inge-Marie Weldemann und Wilfried Buss im Gespräch mit dem Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff (r.) Foto: Grell

Beirat und Delegiertenversammlung starten in die elfte Amtsperiode

Wandsbek

Stolperfallen auf den Gehwegen, schlechte Nahversorgung durch Schließungen kleiner Geschäfte und fehlende Angebote für ältere Menschen in der direkten Umgebung – alles Themen, die Senioren beschäftigen und für die sie sich aktiv einsetzen können. In Hamburg gibt es einen Seniorenbeirat und eine Delegiertenversammlung, die sich seit zehn Amtsperioden für die Belange älterer Anwohner in den Stadtteilen stark macht. In Kürze stehen nun Neuwahlen an. An der Wahl der Seniorendelegiertenversammlung können alle Bürger teilnehmen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben und ihren Hauptwohnsitz im Bezirk Wandsbek eingetragen haben. Jede Gruppe, Organisation oder Institution, in der sich Senioren engagieren und die sich regelmäßig mit einem Angebot an ältere Menschen im Bezirk wenden, können einen Delegierten für die Seniorendelegiertenversammlung benennen.

Bewerbung bis 18. Februar

Wandsbeker, die zwar die Kriterien erfüllen, aber keiner Institution angehören, haben ebenfalls das Recht, sich für die Wahl aufstellen zu lassen, müssen aber eine Unterstützerliste mit Unterschriften, Namen und Adressen von 20 Wandsbeker Senioren nachweisen. Bis zum 18. Februar besteht jetzt die Möglichkeit sich für den Delegiertenposten im Bezirksamt zu bewerben. Der Bezirks-Seniorenbeirat, der aus bis zu 19 Mitgliedern besteht, wird allerdings erst am 12. April neu gewählt. Die Mitglieder sind grundsätzlich ehrenamtlich tätig, unabhängig, und führen ihr Amt parteipolitisch neutral und konfessionell nicht gebunden aus. Das Motto für die Wahlen lautet „Nicht ohne Senioren“ und deshalb rufen Inge-Maria Weldemann vom Bezirks-Seniorenbeirat und Wilfried Buss von der Delegiertenversammlung alle Senioren aus dem Bezirk auf, sich zu überlegen, ob sie einen Bewerber stellen möchten. „Nur wer sich engagiert, kann auch etwas bewegen“, so Weldemann, die sich intensiv für verschiedene Themen im Stadtteil stark gemacht hat, darunter die Stolperfallen auf den Gehwegen des Bezirks. Besonders angesprochen werden sollen bei dieser Wahl auch Senioren mit Migrationshintergrund. Auf ihrer ersten Sitzung wählt die Seniorendelegiertenversammlung aus ihren Reihen elf Mitglieder des Bezirks-Seniorenbeirates in geheimer Wahl. Die Zusammensetzung soll auch die unterschiedlichen Lebenslagen von Senioren wiederspiegeln. Frauen und Männer müssen daher mit mindestens vierzig Prozent vertreten sein und jedem Beirat müssen zudem mindestens eine Frau und ein Mann mit Migrationshintergrund angehören. Zwei Mal im Jahr kommt die Delegiertenversammlung zusammen, um über die aktuelle Arbeit zu berichten. „Wir sind außerdem über ein 24-Stunden Notdienst jederzeit telefonisch erreichbar“, erklärt Inge-Marie Weldemann. Ein Informationsabend zum Thema Seniorenbeirat findet noch einmal am 31. Januar im Bürgersaal statt. Wer Fragen hat, kann dort teilnehmen. (kg)

Infoveranstaltung: 31. Januar, 10 Uhr, Bürgersaal Wandsbek, Wahl der Seniorendelegiertenversammlung bis 18. Februar, Seniorenbeirat Wandsbek Wahl: 12. April, Teilnahmebedingungen: erster Wohnsitz in Wandsbek, 60 Jahre alt
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