„Wichtiger Schritt zur Kulturinsel“

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Im alten Försterhaus (l.) ist die Kulturinsel geplant. Hier soll u. a. das Stadtteilarchiv unterkommen. Ein gläserner Gang soll Verbindung zum Brakula schaffen Skizze: ASK GmbH

Überwiegend positive Reaktionen auf Grundstücksübertrag

Bramfeld Einstimmig wurde es jetzt von der Bezirksversammlung beschlossen: Das Grundstück der Bramfelder Chaussee 261-265 soll in das Grundvermögen des Bezirkes Wandsbek übertragen werden. „Wir sind dankbar, dass es endlich passiert ist“, freut sich Ute Stender-Killguß, seit Kurzem 1. Vorsitzende des Vereins Kulturinsel e. V. „Das ist wichtiger Schritt in der Entwicklung der Kulturinsel. Jetzt stehen Gespräche mit dem Brakula an.“ Denn zudem beinhaltet dieser Beschluss auf Antrag der CDU, „die Verwaltung habe unter Einbeziehung der Fraktionen in Gesprächen mit den Trägern sicherzustellen, dass es in Bramfeld eine gemeinsame aus Stadtteilkulturmitteln finanzierte, sich ansonsten finanziell tragende Kultureinrichtung gibt“.
Fast schon euphorisch äußerten sich auch Vertreter der SPD und Grünen über das Projekt Kulturinsel und den nächsten Schritt in der Realisierung während der Bezirksversammlung. Doch nicht alle Anwesenden teilten die Freude. Als Gast vor Ort war Alexandra Klecha. Das Autohaus ihres Mann steht direkt auf dem übertragenden Grundstück, und soll bald weichen. „Durch einen Nachbarn haben wir nur zufällig erfahren, dass auf der heutigen Tagesordnung die Grundstücksübertragung steht. Und noch wurde uns keine Alternative zur Verfügung gestellt. Sie haben noch nicht einmal die finanziellen Mittel, um die Pläne für die Kulturinsel umzusetzen. Was bringt es, wenn sie jetzt das Grundstück übertragen und damit Leerstand generieren?“, beklagte sich Alexandra Klecha. „Sie wissen seit Jahren über diese Pläne Bescheid“, entgegnet Anja Quast von der SPD. „So plötzlich kann es für Sie also nicht kommen. Wir werden dann auch die notwendigen Mittel dafür zusammenbekommen.“ Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff fügte Richtung Alexandra Klecha hinzu: „Anfang Dezember hätte ich mit Ihnen Kontakt aufgenommen. „Natürlich werden wir Ihnen in einer angemessene Frist kündigen.“ Eckard H. Graage, Fraktionsvorsitzender der CDU Wandsbek, reagierte auf die Worte von Anja Quast: „Die Pläne zur Schaffung einer Kulturinsel stehen schon seit Jahren im Raum. Wir waren in der Vergangenheit nicht immer dafür, da mit dem Brakula bereits eine ausgezeichnete Kulturstätte in diesem Stadtteil vorhanden ist. Und dies wurde bereits doppelt so hoch bezuschusst wie andere vergleichbare Einrichtungen. Deshalb sollten diese Pläne nur umgesetzt werden, wenn die finanziellen Mittel von fremder Seite kommen. Zudem fordern wir eine Änderung in dem Antrag zur Grundstücksübergabe. Bevor nicht alle Mittel zur Verfügung stehen, soll kein bestehendes Mietverhältnis gekündigt werden.“ Obwohl die SPD mit der Änderung des Antrages nicht ganz zufrieden schien, wurde dieser mit aufgenommen. Helga Daniel von der FDP enthielt sich der Stimme: „Ich bin der Meinung, es gibt andere Standorte in Wandsbek, die eine neue Kulturstätte nötiger hätten als Bramfeld.“ (ce)
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