„Wir haben ein gutes Gefühl“

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Julian Georg von der Linken im Café Olé in Rahlstedt Fotos: Glitz

Die Linke zeigt sich vor Bezirkswahl in Wandsbek optimistisch

Von Rainer Glitz
Hamburg. Eine Karenzzeit für Politiker, die in die Wirtschaft wechseln, der Volksentscheid „Unser Hamburg, unser Netz“ und die teils gewalttätigen Demonstrationen in der City: Das sind die aktuellen Themen, mit denen sich die Linke derzeit in der Bürgerschaft befasst. Die Fraktionsvorsitzende Dora Heyenn überließ nach ihrem Bericht im „Café Olé“ in Rahlstedt ihrem Bezirkskollegen Julian Georg das Wort.
„Wir machen nicht Politik für den Bürger, sondern mit dem Bürger“, erläuterte der Chef der Linksfraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek sein Motto. Es sei gelungen, mit so vielen Initiativen in den Stadtteilen wie nie zuvor Kontakte zu knüpfen. Wichtige Themen im letzten Jahr seien der für die Stadt wenig vorteilhafte Verkauf des Wandsbeker Rathauses an einen Immobilienfonds gewesen. Dazu kamen Probleme bei der Feuerwehr. Weil Wachen und Personal fehlten, gebe es etwa in Bramfeld „weiße Flecken“, so Georg. Auch die soziale Spaltung in den reichen Norden und den armen Süden bleibe in Wandsbek auf der Tagesordnung, so müsse mehr für Jenfeld getan werden. „Es war unglaublich viel Arbeit“, resümierte Julian Georg die 12 Monate als Fraktionsvorsitzender. Er habe aber so viel Spaß daran gefunden, dass er weitermachen wolle – wenn es Partei und Wähler denn auch wollen. Denn: „Ich habe ganz viele Ideen für Wandsbek im Kopf, die man kurzfristig nicht verwirklichen kann.“ Für die Zeit nach der Bezirksversammlungswahl im Mai sieht Georg viel Arbeit auf Wandsbek zukommen. Sozialer Wohnungsbau, Unterbringung von Flüchtlingen und natürlich die Schuldenbremse stünden auf der Agenda. Die Fraktion habe sich letztlich berappelt. „Ich denke, dass wir in Zukunft mit fünf  Abgeordneten in die Bezirksversammlung einziehen können. Die Situation für die Linke ist so gut wie noch nie, unsere Arbeit des letzten Jahres wird sich auszahlen“, glaubt Julian Georg. Dem pflichtete Dora Heyenn bei: „Wir haben da ein ganz gutes Gefühl“, sagte die Bürgerschaftsabgeordnete aus Rahlstedt und ergänzte: „So spannend kann Bezirkspolitik sein!“
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