„Wir machen weiter!“

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Uns gibt es noch – und vor allen Dingen mit einer neuen Telefonnummer: Norbert Stindt macht weiter

Geschichtsgruppe Dulsberg: Auch ohne Bleibe gibt es ein Programm

Von Nicole Kuchenbecker
Hamburg. Die Geschichtsgruppe Dulsberg hat derzeit keine Bleibe: Nachdem der Seniorentreff wegen Renovierungsarbeiten geschlossen wurde, musste auch sie gehen. Doch wohin auf dem Dulsberg? „Unsere Sachen haben wir untergestellt“, sagt Marion Hanusch, zweite Vorsitzende der Geschichtsgruppe. Bereits vor einem Monat packten sie alles zusammen. Doch so einfach aufgeben wollen die Ehrenamtlichen nun auch nicht. Sie suchen derzeit auf dem Dulsberg neue Räumlichkeiten.
Da die allerdings kostspielig sind, werden jetzt erst einmal Gelder bei den Verantwortlichen aus der Politik beantragt. Ob sie die von ihnen beantragten Zuwendungen von benötigten 13.000 Euro erhalten, ist offen.
Ausstellung ohne eigene Räume
Jetzt geht es erst einmal darum zu zeigen, dass die Gruppe noch „lebt“. Und wie kann man das besser als mit einer neuen Ausstellung? So wird in den Schaufenstern des Ladens Oberschlesischen Straße 3 ab Donnerstag, den 24. Oktober, die Ausstellung „Dulsberger Läden“ zu sehen sein. Vorsitzender Norbert Stindt: „Sie gibt einen kleinen Überblick über den Einzelhandel im Stadtteil vergangener Tage.“
Offizielle Rundgänge mit den Geschichtsfreunden wird es in diesem Jahr nicht mehr geben. Doch haben interessierte Gruppen die Möglichkeit, einen individuellen Termin für eine Erkundungstour mit Stindt zu machen. Auch arbeite man an einer neuen Broschüre. „Handeln und Erleben“ steht kurz vor dem Abschluss und soll voraussichtlich Mitte November erscheinen. Und auch im November und Dezember werde man noch von den Geschichtsfreunden hören, verspricht Hanusch.
Wie wichtig die Arbeit der Geschichtsinteressierten ist, zeigt die jüngste Auszeichnung der Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive. In der vergangenen Woche waren sie alle für ihr Wirken von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S mit dem Max-Brauer-Preis geehrt worden. Wenn es um die Geschichte von Stadtteilen geht, um die Geschichte von Menschen, dann sind die ehrenamtlichen Historienfreunde der erste Ansprechpartner für eine Dokumentation. Hanusch: „Wir sind das Gedächtnis des kleinen Mannes.“
Geschichtsgruppe mit neuer Telefonnummer
Die Geschichtsgruppe Dulsberg wird weitermachen. Ob sie zurück in den Seniorentreff kann, ist offen. Norbert Stindt zeigt sich optimistisch: „Wir werden nach einer Lösung für uns suchen.“
Vorerst hat sich die Geschichtsgruppe eine neue Telefonnummer zugelegt. Während der Umbauarbeiten des Seniorentreffs sind Norbert Stindt und Marion Hanusch sind jetzt unter Tel.: 6 95 45 91 erreichbar.
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