„Wir sind so glücklich“

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Anna-Maria, Esther und Joana (v.l.) im großen Kinderzimmer Foto: ks

Wochenblatt-Nachfrage erfolgreich. Familie Genao de Büchert zieht in neue Wohnung ein

Steilshoop/Hummelsbüttel Es sind gerade einmal acht Kilometer zum neuen Heim, aber für Familie Genao de Büchert es eine völlig neue Welt. „Es ist so schön, so geräumig und hat sogar einen kleinen Garten“, schwärmt Ana (38) über das Reihenhaus, das die große Familie kürzlich bezog. „Und jeder hat jetzt ein eigenes Zimmer“, jubelt Juan (11), das zweitälteste von fünf Kindern. Ende November 2014 berichtete das Wochenblatt über die unwürdigen und gesundheitsschädigenden Bedingungen, unter denen Ana sowie ihr Lebensgefährte Juan (42) und die Kinder Emil (14), Juan (11), Nissi-Joana (4 ), Anna-Maria (2) und Nesthäkchen Esther (15 Monate) in Steilshoop leben mußten. Eine feuchte, für die Großfamilie viel zu enge Etagenwohnung. Schimmel an den Wänden, der nur mit frischer Farbe kaschiert wurde. Undichte Fenster, unter denen sich das Wasser sammelte.

Hilferuf aus Steilshoop


Drei Zimmer auf 72 Quadratmetern - relativ preiswert, aber unzumutbar. Beim Ältesten, Emil, hatte der Arzt nicht zuletzt wegen der desolaten Wohnverhältnisse Asthma diagnostiziert. „Bitte helfen Sie uns, so können wir hier nicht weiterleben“, lautete der Hilferuf damals von Ana, die aus der Dominikanischen Republik stammt und wie ihre Kinder seit knapp einem Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.Ihr deutscher Ehemann war vor zehn Jahren, eine Woche nach Anas Ankunft in Hamburg, bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Das Wochenblatt hat sich gekümmert und beim Vermieter der heruntergekommenen Wohnung in Steilshoop, der Immobilien-Gesellschaft Gagfah, nachgefragt – ohne Ergebnis: „Eine entsprechend große Wohnung für die betroffene Familie haben wir leider nicht in unserem Bestand“, war die Antwort.
Anders bei der SAGA, Deutschlands größtem kommunalen Wohnungs-Unternehmen. „Wir werden schauen, was wir tun können“, lautete dort die zuversichtliche Antwort. Wochen vergingen, Monate, dann endlich die ersehnte Nachricht für Ana und ihre Familie: „Wir hätten da etwas für Sie, die Wohnung muss aber noch saniert werden.“ Vor Kurzem war es dann soweit – die Großfamilie konnte ihre feuchte Wohnung verlassen und in das neue Haus in Hummelsbüttel ziehen. Sieben Zimmer über zwei Etagen, 135 Quadratmeter Wohnfläche, vorn und hinten kleine Terrasse, oben ein Balkon.

Trocken und geräumig


„Wir sind so glücklich und dankbar, daß wir jetzt in einer trockenen und geräumigen Wohnung leben dürfen“, lächelt Ana, die bald wieder in ihrem Beruf als Friseurmeisterin arbeiten möchte. Den größten Teil der Gebäudesanierung hat die SAGA übernommen, aber Ana und ihr Partner Juan haben geholfen, ihr neues Heim herzurichten, sie haben tapeziert, die Wände gestrichen und eine kleine Küche eingerichtet. „Und neue Freunde werden wir auch noch finden“, sind
sich die Brüder Emil und Juan einig. (ks)
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