Wohnen in der Rauchstraße

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Der Siegerentwurf für die Neubebauung in der Rauchstraße. (Grafik/Quelle: Bezirksamt Wandsbek)

Diskussion über Neubau in Marienthal

Von Rainer Glitz
Wandsbek. „Wir haben mit der Stadt vereinbart, 1.100 neue Wohnungen zu bauen,“ erinnerte Peter Pape, Vorsitzender des Planungsausschusses, die zahlreichen Anwohner aus Marienthal, die in den Bürgersaal Wandsbek gekommen waren, um über „Wohnen in der Rauchstaße“ mitzureden. Der Bezirk stehe schon gut da, müsse aber jede weitere Gelegenheit für Neubauten nutzen. Zum Beispiel in der Rauchstraße in Marienthal, unweit der Asklepiosklinik Wandsbek. Hier soll eine bislang gewerblich genutzte, teils brachliegende Fläche bebaut werden. 50 Wohnungen sollen entstehen, davon 30 Prozent mit öffentlichen Fördergeldern. Dafür muss zunächst der Bebauungsplan geändert werden, und zwar speziell für das geplante Projekt in der Rauchstraße. Grundlage ist der Siegerentwurf eines Wettbewerbs von fünf Architekten. Das Rennen machte das Büro Petersen, Pörksen und Partner. „Der Entwurf findet den richtigen Maßstab zwischen den Einfamilienhäusern und größeren Gebäuden in der Umgebung“, erklärte Torsten Wild vom Stadtplanungsbüro SRL den Anwohnern. Geplant sind zwei größere Riegel und drei kleinere Wohngebäude, dazwischen Gartenflächen und Spielplätze. Unter der Wohnanlage mit drei bis vier Geschossen soll eine Tiefgarage mit 50 Stellplätzen entstehen.
„Der Autoverkehr wird trotzdem zunehmen“, befürchtet ein Anwohner. Schon jetzt sei die Rauchstraße ständig zugeparkt. Die Zufahrt zu der Tiefgarage liege genau gegenüber ihrem Schlafzimmer, kritisiert eine Frau aus Marienthal. „Die Kastenbebauung ist viel zu hoch und passt nicht in die Gegend“, sagt eine andere. Der Neubau passe sehr wohl zur Umgebung, verteidigt sich Stadtplaner Wild.
Und über die Tiefgaragenzufahrt werde man noch einmal nachdenken, auch über eine bessere Busverbindung oder eine Asphaltierung des Kopfsteinpflasters im Bornkamp. Mit den kritischen Anregungen und Vorschlägen der Marienthaler befasst sich nun erneut der Planungsausschuss des Bezirkes Wandsbek.
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