Wohnprojekt Verein Gabriel: Einzug schon im Sommer

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Durch gutes Zeitmanagement hat der Neubau Vorsprung vor dem eigentlichen Projektplan Foto: kg

Neubau in Rahlstedt für integriertes Wohnprojekt mit Kulturcafé liegt im Zeitplan

Von Karen Grell
Rahlstedt
Während die meisten Bauvorhaben in Hamburg oft dem Datum der geplanten Fertigstellung weit hinterherhinken, geht es beim Neubau-Projekt des Vereins Gabriel am Güstrower Weg in Rahlstedt sogar schneller voran als geplant. Ein großes Gebäude mit drei Stockwerken, 25 behindertengerechten Wohneinheiten und einem Kulturcafé im Erdgeschoss wird spätestens im Sommer bezugsfertig sein. Der Trägerverein Gabriel hat hier integriertes Wohnen mit Gemeinschaftssinn für Menschen mit unterschiedlichen Handicaps entstehen lassen. „Freie Plätze gibt es zur Zeit keine mehr“, bedauert Tanja Steiner. Jeder, der Interesse habe, könne sich aber auf die Warteliste setzen lassen. „Eventuell springt auch noch kurzfristig mal ein Mietanwärter ab“, so Janina Steuren, die an der Projektentwicklung beteiligt ist.
Gesucht werden auf jedem Fall aber noch Menschen, die Lust haben, sich für das offene Kulturcafé zu engagieren. Entweder, um dort gleich mitzuarbeiten oder eventuell eine Ausstellung oder Lesung zu veranstalten. „Alle Künstler, Autoren und Kreative aus dem Stadtteil sind angesprochen, hier mitzuwirken“, so Steiner, die mit dem Café auch dem Viertel eine Plattform für ein gemeinsames Miteinander bieten möchte. Die Öffnungszeiten sind noch nicht konkret festgelegt, die Organisatoren träumen aber schon von einer täglichen Öffnungszeit zwischen 11 und 19 Uhr, vielen kulturellen Veranstaltungen und auch Kaffee und Kuchen in gemütlicher Atmosphäre. Platz gibt es für über hundert Menschen und somit auch genug Raum für kleine Aufführungen, interessante Lesungen und natürlich auch tolle Kunstausstellungen. Hauptamtlich geleitet wird das Kulturcafé vor allem auch in Mitarbeit der Bewohner vor Ort, die in das Projekt eingebunden werden sollen.

Zweites Haus geplant


In den Ein-Zimmer-Apartments werden junge Menschen mit Handicap zwischen 20 und maximal 40 Jahren leben. Mit eigener Küche und einem behindertengerechten Badezimmer, sind die Bewohner auch in der Lage, ihr Leben eigenständig zu meistern und können dennoch auf die enge Gemeinschaft der anderen Mitbewohner zählen. „Uns ist das Miteinander ganz wichtig“, so Tanja Steiner vom Verein Gabriel. Jeder Bewohner hat in dem neuen Haus seinen Rückzugsort, kann aber immer dann, wenn er möchte, mit den anderen zusammen Zeit verbringen. „Die einzigen, die wir hier nicht unterbringen können“, so Tanja Steiner, „sind Menschen mit Mehrfachbehinderungen. Doch auch für diese Menschen hat der Verein schon ein neues Projekt in Planung. Ein zweites Haus soll errichtet werden und dann auch dieser Gruppe eine Unterkunft bieten. „Das passende Objekt und einen Investor suchen wir noch“. Wenn das Wetter so bleibt, wie bisher, wird aber zunächst im Sommer das erste Haus eröffnet. „Darauf freuen wir uns sehr“, sagt Tanja Steiner.

Wohnprojekt Verein Gabriel, Güstrower Weg,Infos zum Projekt: Telefon 8 49 37 44
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