Zahl der Hunde in Hamburg stark gestiegen

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Die große sonntägliche Hunde-Runde vom Stühm-Süd, einer von zwei Hunde-Flächen in Steilshoop und Bramfeld Foto: tel

Halter und Politiker der CDU fordern für den Bezirk Wandsbek und für die gesamte Stadt mehr Hundeauslaufzonen

Von Michael Hertel
Wandsbek
In Hamburg wächst die Zahl der gehaltenen Hunde kontinuierlich, doch die Vierbeiner bekommen immer weniger Platz. Deshalb fordert die CDU jetzt sowohl auf Landesebene wie auch im Bezirk Wandsbek mehr Hundeauslaufzonen, wo die Vierbeiner ohne Leine herumtollen dürfen. Nach Auskunft des Senats auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Dennis Thering ist die Zahl der registrierten Hunde in Hamburg von 59.479 (16.696 im Bezirk Wandsbek) im Jahr 2012 auf 73.394 (20.533) im vergangenen Jahr angestiegen – eine Steigerung um mehr als 23 Prozent. Dadurch nahm die Stadt im vergangenen Jahr rund 3,6 Millionen Euro an Hundesteuern ein. Zahl und Größe der Hundeauslaufzonen haben sich seitdem nicht erhöht – im Gegenteil: Nach den Informationen des Senats sind seit 2011 vier Zonen hinzugekommen, aber drei Gebiete weggefallen. Flächenmäßig gab es sogar eine Einbuße um rund 6.000 Quadratmeter. Insgesamt hat die Stadt 123 Hundeauslaufzonen mit einer Fläche von rund 1,5 Millionen Quadratmeter nach § 8 des Hundegesetzes ausgewiesen. Davon liegen 19 Zonen in Wandsbek. Nach dem Hamburger Hundegesetz haben die Bezirksämter wohnortnahe Flächen auszuweisen. Faustregel: Die nächste Hundeauslaufzone sollte nicht weiter als zwei Kilometer entfernt liegen. Das ist aber längst nicht überall der Fall.

Stadtteile ohne Flächen


„In Steilshoop und Bramfeld gibt es nur zwei Hundeauslaufflächen – das ist viel zu wenig“, kritisiert der Wandsbeker CDU-Bezirksabgeordnete Sandro Kappe. Hier handelt es sich um Flächen Am Stühm Süd (9.100 Quadratmeter) und Edwin-Scharff-Ring (3.000 Quadratmeter). „Mehr Hunde auf weniger Flächen – das passt nicht zusammen. In Duvenstedt, Ohlstedt und Lemsahl beispielsweise sind gar keine Flächen ausgewiesen“, berichtet Thering, selbst Hundehalter. „Wir laden häufig unseren Hund ins Auto, um zu einer Auslaufzone zu kommen. Das finde ich nicht gerade ideal“, berichtet der Bürgerschaftsabgeordnete. Zu den Forderungen der Christdemokraten wollte der Bezirk nicht Stellung nehmen: Das Bezirksamt Wandsbek reagiere bedarfsgerecht auf Wünsche nach weiteren Hundeauslaufzonen. Aktuelle Planungen lägen jedoch nicht vor.
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2 Kommentare
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J. Stender aus Wandsbek | 22.11.2016 | 19:47  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 23.11.2016 | 10:40  
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