Zehn Jahre Babylotsen in Hamburg

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Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks betonte in ihrer Grußrede die Wichtigkeit des Programms Foto: SeeYou

Ministerin lobt Unterstützungsangebot für junge Eltern

Rahlstedt Wer gerade ein Kind zur Welt gebracht hat oder kurz davorsteht, hat oft jede Menge Fragen, die im Kopf herum kreisen. Wie wird die neue Situation die Familie verändern und wird man als junge Mutter alles so schaffen, wie man es sich vorgenommen hat? Das Projekt Babylotsen von der gemeinnützigen Stiftung SeeYou des Katholischen Kinderkrankenhauses Wilhelmstift, berät junge Eltern direkt nach der Geburt. Ein Angebot, das es in bereits dreißig Geburtskliniken in Deutschland gibt und das in der vergangenen Woche im Kinderkrankenhaus Wilhelmstift sein zehnjähriges Bestehen feiern konnte.

Kostenloses Angebot


Babylotsinnen beraten werdende und frischgebackene Eltern in der Schwangerschaft und unmittelbar nach der Entbindung. Zusätzlich zur medizinischen Versorgung von Mutter und Kind stehen die Babylotsinnen auch für ganz persönliche Fragen und Sorgen zur Verfügung und sprechen auch besondere Belastungen an. Im Bedarfsfall stellt die Babylotsin auf Wunsch den Kontakt zu weiterführenden Angeboten her. Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks betonte in ihrer Grußrede zum zehnjährigen Bestehen die Wichtigkeit, die dieses Projekt für die Stadt erreicht habe: „Sie leisten hier einen wichtigen Beitrag für die gesundheitliche Förderung von Hamburger Kindern“. Das Angebot ist für die Mütter und Väter freiwillig und kostenlos.

Familienstrukturen haben sich verändert


Dr. Sönke Siefert, Geschäftsführer der Stiftung SeeYou, hat das Programm von zehn Jahren erfunden: „Es darf nicht von der Postleitzahl abhängen, ob eine Familie rund um die Geburt Unterstützung erfährt. Deswegen machen wir uns weiter stark dafür, in ganz Deutschland Mitstreiter dafür zu gewinnen.“ Seit dem Startschuss im Marienkrankenhaus vor zehn Jahren, steht das Programm mittlerweile jährlich über 60.000 Familien zur Verfügung. Es gibt viele Situationen, die Familien heute auch an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringen können.
Familienstrukturen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Heute sind die Großeltern, die früher nach der Entbindung helfend zur Seite standen, oft nicht in der Nähe und auch wirtschaftliche Not und Arbeitslosigkeit, Trennung oder Krankheit der Eltern können die Freude über das neugeborene Leben zunächst trüben. Durch die Babylotsen sollen die Chancen für die Neugeborenen verbessert werden. Alle jungen Eltern sollen die besten Chancen für ein glückliches Familienleben bekommen. (kg)

Weitere Infos: Babylotsen in Hamburg
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