Bewährung für Leasing-Betrüger

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Angebliche Geschäftsleute leasten drei Fahrzeuge der Oberklasse und waren längst pleite Symbolfoto: thinkstock

Autohaus ist wohl nicht ganz „unschuldig“ an dem hohen Verlust

Von Martin Jenssen
Wandsbek
Der Schaden ist groß. Für rund 240.000 Euro leasten die angeblichen Geschäftsleute Nikolaos P. (41) und Bashkim O. (35) drei Audi-Luxuslimousinen in einem Autohaus am Friedrich-Ebert-Damm. Die Autos sollten das Image einer Wandsbeker Baufirma aufwerten. Was das Autohaus nicht wusste: Die Baufirma, von der die Angeklagten vorgaben, sie seien Vorstandmitglieder, war längst pleite. Nach Abschluss der Leasingverträge u.a. über einen Audi A7 Sportback im Wert von ca. 84.000 Euro und einen Audi Q7 im Wert von ca. 82.000 Euro fuhren die Angeklagten mit den Autos vom Hof des Händlers. Von den ausgemachten Leasingraten von jeweils über 1000 Euro im Monat zahlten sie keinen Cent. Deshalb mussten sie sich jetzt vor einem Schöffengericht in Wandsbek verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf den Angeklagten gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrug vor. Da die Angeklagten die Taten vor Gericht gestanden, kamen sie mit milden Strafen davon. Nikolaos P., bislang unbestraft, wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt. Bashkim O., mehrfach vorbestraft wegen des Fahrens ohne Führerschein erhielt eine Bewährungstrafe von 15 Monaten. Verteidiger und Richter erklärten, dass auch das Autohaus wohl nicht ganz „unschuldig“ sei an dem hohen Verlust. Es hatte die Papiere der Angeklagten nicht ausreichend geprüft. Die Verkäufer hätten auch misstrauisch werden können, denn ihr griechischer „Kunde“ Nikolaos P. sprach kein Wort deutsch. Keines der an Nikolaos P. übergebenen Fahrzeuge ist wieder aufgetaucht.
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