Freispruch für Zollbeamten

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Freispruch für Andreas B. Das Gericht konnte dem Zollbeamten die Beteiligung an dem Diebstahl nicht nachweisen Symbolfoto: thinkstock

Gericht konnte ihm Tresorklau nicht nachweisen

Wandsbek/Rahlstedt Urteil im Prozess gegen den Zollbeamten Andreas B. (57) und den Freund seiner Tochter, Askin Y. (38). Sie waren angeklagt, aus dem Zollfahndungsamt im Bargkoppelweg in Rahlstedt einen Tresor mit 130.000 Euro gestohlen zu haben. Das Urteil des Amtsgerichts Wandsbek: eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten für Askin Y., die zur Bewährungausgesetzt wurde. Andreas B. wurde freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte für ihn eine Strafe von zwei Jahren und zehn Monaten gefordert.
Vor Gericht hatte Askin Y. den Diebstahl gestanden. Er behauptete jedoch, Andreas B. habe ihn dazu überredet. Nach dem Diebstahl habe er den Tresor an den Zollinspektor übergeben. Von der Beute habe er 30 000 Euro erhalten. Das restliche Geld habe Andreas B. behalten.
Der Zollbeamte erklärte dagegen, er habe nichts mit dem Einbruch zu tun. Sein Fehler sei es gewesen, auf Familienfeiern zu viel über die mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen im Zollamt geredet zu haben. Einmal habe er auch den Zahlencode für den Tresor verraten. Das müsse sich Askin Y. zu Nutze gemacht haben.
Der Richter in der Urteilsbegründung: „Wir wissen nicht, wer recht hat.“ Das Gericht konnte dem Zollbeamten jedoch die Beteiligung an dem Diebstahl nicht nachweisen. Askin Y. muss alleine die 130. 000 Euro zurückzahlen. Andreas B. bekommt eine Entschädigung für erlittene Untersuchungshaft. (je)
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