Hamburg: Frau sticht Baby nieder

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In diesem Haus in der Ahrensburger Straße ereignete sich die Bluttat Foto: rg

Familiendrama in Wandsbek. Mordkommission ermittelt

Von Rainer Glitz
Hambrug. Der orangefarbene Altbau in der Ahrensburger Straße war am Sonntagmorgen mit rot-weißem Flatterband von der Polizei abgesperrt, Beamte in weißen Schutzanzügen suchten im Treppenhaus nach Spuren. Dorthin hatte sich ein 37-jähriger Hausbewohner schwer verletzt geflüchtet, traf dort auf eine Nachbarin. Die rief sofort Polizei und Rettungskräfte. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war der Mann gegen 7 Uhr 30 von seiner Lebensgefährtin im Schlaf mit einem Messer angegriffen worden. Auch ihren einjährigen Sohn verletzte sie schwer, dann schloss sich die 43-Jährige Wandsbekerin im Badezimmer ein. Die herbeigerufenen Polizeibeamten öffneten die Tür gewaltsam und fanden die Frau. Sie hatte sich schwere Schnittverletzungen an den Armen und am Hals zugefügt. Sie hatte offenbar versucht, sich umzubringen.
Der Mann und das Kind mussten von einem Notarzt versorgt und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Auch die mutmaßliche Täterin kam in eine Klinik. Die Katze der Wandsbeker Familie wurde im Hinterhof des Hauses eingefangen und ins Tierheim gebracht. „Weder die Frau noch der Mann sind derzeit vernehmungsfähig“, sagte Polizeisprecher Holger Vehren. Zum Hintergrund der Tat könne er deshalb derzeit noch nichts sagen. „Es kann angesichts des Gesundheitszustandes der beiden vielleicht noch Tage dauern, bis wir mit ihnen sprechen können“, so Vehren weiter. Einzelheiten zur Tatwaffe wolle er derzeit nicht nennen. Nach Aussage von Nachbarn war die deutsche Familie unauffällig. Die 43-jährige Frau soll jedoch möglicherweise in psychiatrischer Behandlung gewesen sein. Die Mordkommission wertet weiterhin die Spuren des Familiendramas in der Ahrensburger Straße aus. Der Gesundheitszustand der Frau, ihres Lebensgefährten und ihres Sohnes ist laut Polizei stabil.
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