Rentner beraubt und misshandelt

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Das Opfer erlitt einen Kieferbruch, ein Schädel-Hirn-Trauma, diverse Schürf- und Quetschwunden sowie Hämatome Symbolfoto: thinkstock

Täter müssen sich jetzt vor Gericht verantworten

Von Martin Jenssen
Dulsberg
An den Fingern des älteren Herrn leuchteten goldene Ringe, am Handgelenk ein kostbares Armband. Das haben die Täter möglicherweise im Bus gesehen. Sie folgten dem 78-jährigen Rentner von der Haltestelle Straßburger Straße, wo das Opfer den Bus verließ, bis zum Eingangsbereich seiner Wohnung an der Nordschleswiger Straße. Dort schlugen sie unvermittelt auf den alten Mann ein. Ein kräftiger Faustschlag ins Gesicht streckte den Rentner zu Boden. Beide Täter traktierten ihr Opfer danach mit Fußtritten gegen den Körper.

Überfall am helllichten Tag


Dem hilflos am Boden liegenden alten Herren rissen sie mit brutaler Gewalt das Armband vom Handgelenk und die Ringe von den Fingern. Einer der Täter zog dem Opfer schließlich noch das Portemonnaie, in dem sich nur wenige Münzen befanden, aus der Hosentasche. Der gemeine Überfall geschah am 30. Juni vergangenen Jahres am helllichten Nachmittag. Zum Glück wurden zwei Kriminalbeamte, die sich in der Nähe aufhielten, auf die Tat aufmerksam. Sie kamen dem Opfer zu Hilfe. Die Täter flüchteten mit ihrer Beute, den Ringen im Wert von 700 Euro und dem Armband im Wert von etwa 600 Euro, in unterschiedliche Richtungen. Eine Sofortfahndung mit fünf Streifenwagen brachte zunächst keinen Erfolg.

Kieferbruch und Schädel-Hirn-Trauma


Einer der Täter wurde wenige Wochen später festgenommen. Sein Mittäter ging der Polizei im Januar ins Netz. Jetzt müssen sich die kräftigen Rumänen Marius D. (26) und Mustan S. (30) vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Der Vorwurf: Raub und gefährliche Körperverletzung. Der alte Herr erlitt durch den Faustschlag ins Gesicht einen Kieferbruch. Alle Zähne musst ihm entfernt werden. Dazu kam ein Schädel-Hirn-Trauma, diverse Schürf- und Quetschwunden sowie Hämatome. Er wurde eine Woche im Krankenhaus behandelt.

Prozess geht weiter


Zum Prozessauftakt wurde nur die Anklage verlesen. Der Prozess wird fortgesetzt. Urteil voraussichtlich am 17. März.
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