Wachsam bleiben

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Dieses Warnschreiben klebt in Berne an Laternenmasten und Bäumen Foto: tel

Warnung vor Einbrechern. Polizei sieht jedoch keine Serie

Von Michael Hertel
Berne
„Hier haben sie in den Rahmen hineingestochen, um den Riegel zurückschieben zu können. Die haben das sicherlich nicht zum erstenmal gemacht – das waren Profis“. Der Anwohner (Name ist der Redaktion bekannt) zeigt den beschädigten Rahmen der Terrassentür seines Hauses an der Straße Beim Farenland. Tatort Berne. Der Einbruch ist erst wenige Tage her. Und es ist offensichtlich nicht der einzige gewesen. Betroffene sprechen von einer Einbruchserie rund um den Berner Wald. Aus dem Kreis der Opfer stammt wohl auch ein Warnschreiben an die Nachbarschaft, das derzeit an mehreren Laternenmasten und Bäumen im Ortsteil Berne klebt: „Warnung. Einbruchserie in unserer direkten Nachbarschaft. In den vergangenen zwei Wochen wurden über 16 Einbrüche in unserer unmittelbaren Nachbarschaft verübt. Bislang ist keiner davon aufgeklärt...“, schreibt der Verfasser unter anderem. Gegenüber dem Wochenblatt bekannte sich eine Geschäftsfrau als Verfasserin des Warnschreibens: „Bei uns wurde auch versucht einzubrechen. Tage später habe ich in unserer Straße zwei Frauen gestellt, die sich auf verdächtige Weise für Grundstücke und Gärten interessierten und sogar Privatgrundstücke betraten. Ich habe daraufhin die Polizei alarmiert und mich lange mit einem Beamten des Polizeikommissariats 38 unterhalten.“
Nach Angaben der Geschäftsfrau seien am Wochenende vor Ostern 14 Taten und jüngst noch mal sechs Einbrüche in der Gegend rund um den Berner Wald verübt worden. „Das jedenfalls hat mir die Polizei gesagt.“ Zu den Geschädigten gehört nach Wochenblatt-Recherchen sogar ein Polizeibeamter vom PK 38, dem unter anderem ein Haustresor mit Familienschmuck entwendet wurde. Beim zuständigen Kommissariat in Rahlstedt sieht man die Angelegenheit anders. Ein Sprecher: „Wir haben in diesem Bereich seit dem 1. März vier Taten registriert, nicht 16. Von einer Serie kann also keine Rede sein. Andere Stadtteile sind wesentlich stärker belastet.“
Die in dem Warnschreiben genannten 16 Taten erklärt der Polizeibeamte so: „Verständlicherweise sind die Anwohner beunruhigt. So werden aus vier Taten vielleicht acht und dann 16.“
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