Alte Herren aus Hamburg haben‘s noch drauf

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Die „Pokalsieger“ Imbert Prignitz (l.) und Heiner Poggensee (r.), müssen Hanno Horn ziehen lassen Foto: Thomas Hoyer
 
(hintere Reihe v. .l.): Imbert Prignitz, Heiner Poggensee, Thomas Dahl, Thomas Flathmann, Richard Ludwig, Peter Baehr, Sven Andresen, Wolfgang Künzenbach; (vordere Reihe v.l.): Wolfgang Klein, Günter Opitz, Ronald Prignitz, Carlos Feindt, Jürgen Otto, Peter Wulf, Andreas Wolff. Es fehlen Ralf-Reiner Tramp, Georg Neumann, Ulli Hohn, Uwe Knötsch

FTV-Oldies knüpfen an ihren Erfolg von 1994 an

Von Thomas Hoyer
Hamburg. 20 Jahre sind vergangen, seit die damalige „Alte Herren“ des Farmsener TV mit dem Gewinn des Otto-Hacke-Pokals ihren größten Erfolg feierte. Grund genug für die Oldies, mit einem Freundschaftsspiel die Erinnerungen an dieses Ereignis zu wecken. Gegner war am Sonnabend die „Ü55“ der SG Farmsener TV/ SC Condor/ TSV Wandsetal. Und auch wenn es auf dem Grün der Sportanlage am Berner Heerweg teilweise sehr gemächlich zur Sache ging, ließen die mit wenigen Ausnahmen im fußballerischen Ruhestand befindlichen Kicker ihr Können beim hoch verdienten 1:0-Sieg immer wieder aufblitzen.

Top-Kondition

Bereits in der 5. Minute hatte die Pokalsiegertruppe den Führungstreffer auf dem Fuß, als der für sein Alter (62) noch außergewöhnlich flinke Günter Opitz aus 13 Metern abzog, jedoch Keeper Stefan Braatz seinen Flachschuss bravourös parieren konnte. Von da an bestimmte der Gegner das Geschehen. Um so überraschender hieß es in der 28. Minute plötzlich 1:0 für die erfolgreichen Oldies von einst. Opitz hatte den Ball in der Mitte der gegnerischen Hälfte erobert. Es folgte ein Zuspiel auf Peter Wolff, der das Leder seinerseits in den Fünfmeterraum passte, wo Thomas Dahl völlig freistand und mühelos vollstrecken konnte. Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie einige Minute ausgeglichen, dann aber übernahm die zum überwiegenden Teil untrainierten Pokalhelden das Kommando, waren nicht nur fußballerisch, sondern auch konditionell klar besser als die noch im Spielbetrieb befindliche „Ü55“. Mit der Verwertung der Chancen wollte es allerdings nicht klappen. Andreas Wolff, Thomas Dahl und Peter Wulf besaßen gleich fünf Hochkaräter, doch scheiterten sie entweder an Keeper Braatz, oder das Leder verfehlte knapp das gegnerische Gehäuse. „Der Sieg war hoch verdient,“ freute sich Kapitän Heiner Poggensee, der vor drei Jahren seine letzte Partie bestritt. „Wir hatten einen Riesenspaß. Nach der Partie haben die Spieler beider Teams noch gemütlich beim Grillen zusammengesessen und über alte Zeiten geplaudert.“

Ein Rückblick

24 Jahre ist es her, dass Heiner die Idee hatte, beim Farmsener TV eine neue „Alte Herren“ zu gründen. 20 ehemalige Ligaspieler vom FTV, SV Bergstedt, SC Poppenbüttel und TSV Lütjensee fanden sich zusammen und wurden schnell zu einer homogenen Mannschaft, die 1993/ 94 ihre erfolgreichste Saison erlebte. Im Februar gewann die Truppe zunächst den 2.Altliga-Olympia-Cup (heute Wandsbek-Altliga-Cup), als es gelang sich im Endspiel gegen den Bramfelder SV für die im Jahr zuvor nach Elfmeterschießen erlittene Finalniederlage zu revanchieren. Ulli Hohn (2) und Imbert Prignitz trafen beim 3:2-Sieg. Es folgte die Staffelmeisterschaft und der Aufstieg in Hamburgs höchste Alte-Herren-Leistungsklasse. Höhepunkt aber war der Gewinn des Otto-Hacke-Pokals. Die Tore zum 3:1-Sieg über SuS Waldenau erzielten Thomas Dahl, Günter Opitz und Imbert Prignitz, die schon seit den Knaben zusammenspielen und als einzige noch heute in der „Ü55“ der 2013 gegründeten Spielgemeinschaft FTV/ Condor/ Wandsetal dem runden Leder nachjagen. Die Mannschaft spielte noch zwei weitere Jahre zusammen, ehe die Ersten ihre Fußballstiefel an den Nagel hängten oder sich anderen Vereinen anschlossen. „Die meisten haben noch regelmäßigen Kontakt“ so Heiner Poggensee. „Deshalb war es kein großes Problem, die alte Truppe noch einmal zusammen zu trommeln. Alle haben nach der Partie geäußert, dass sie zum 25-jährigen Jubiläum noch einmal auflaufen möchten.“
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