Die Fusion nach der Fusion

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Roy Eickmann, der letzte Vorsitzende von Wandsbek 72, wird nun Beisitzer im Vorstand des Wandsbeker TSV Concordia Foto: Hoyer

Wandsbek 72 tritt dem bereits vergrößerten TSV Concordia bei

Von Christian Hanke

Wandsbek. Neue Sportfusion in Wandsbek. Vor etwas über einem Jahr schlossen sich der SC Concordia und der TSV Wandsbek-Jenfeld 81 zum Wandsbeker TSV Concordia von 1881 e.V. zusammen. Nun hat der neue Großverein Zuwachs bekommen.

Der Wandsbeker Männer-Turnverein von 1872 (Wandsbek 72) hat sich angeschlossen, geht in dem Fusionsclub aus dem vergangenen Jahr auf. Die Mitglieder beider Vereine haben diesem Zusammenschluss kürzlich auf außerordentlichen Mitgliederversammlungen zugestimmt.

Verein behält Sportstätten, löst Geschäftsstelle auf


Wandsbek 72 hat sich dabei aufgelöst, wird seine Abteilungen und Sportstätten aber behalten. „Für die Mitglieder ändert sich nichts“, berichtet der letzte Vorsitzende von Wandsbek 72, Roy Eickmann. Nur die Geschäftsstelle des Vereins wird aufgelöst. Die Abteilungen beider Clubs in derselben Sportart werden voraussichtlich über kurz oder lang zusammengelegt.
Der neue Fusionsclub erhält keinen neuen Namen. „Das wäre den Mitgliedern nach der Fusion mit neuem Namen im letzten Jahr nicht zuzumuten“, begründet Peter Menssing, der Vorsitzende des Wandsbeker TSV Concordia die Übernahme von Wandsbek 72, die nur praktische und formale Gründe hat. Die beiden Vereine haben aber fusioniert unter Berücksichtigung der Größe beider Clubs. Roy Eickmann wird in dem neuen Vorstand des Wandsbeker TSV Concordia als Beisitzer vertreten sein.

Fusion aus Kostengründen


Warum hat Wandsbek 72 sich aufgelöst? „Als kleiner Verein wird man durch das Bezirksamt selten berücksichtigt. Die Kosten lassen sich in einem großen Verein aber gering halten“, nennt Roy Eickmann wirtschaftliche Gründe für die Fuison. Wandsbek 72 hatte zuletzt 350 Mitglieder. 265 werden dem neuen Verein beitreten, sodass der Wandsbeker TSV Concordia nun über rund 2400 Mitglieder verfügt.
Am meisten werden die Kampfsportler profitieren, die bei Wandsbek 72 stark vertreten waren.

„Die vereinigte Judoabteilung hat rund 200 Mitglieder“, erzählt Peter Menssing, der ebenfalls eine „vebesserte Wirtschaftlichkeit“ als Grund für den Zusammenschluss angibt. Auch die Gymnastik- und Turnsparten werden gestärkt. Mit Handball bringt Wandsbek 72 sogar eine neue Sportart in die Fusion mit ein.

Der Wandsbeker Sport konzentriert sich


Weitere Fusionen wird es vorerst nicht geben. Von den fünf Vereine, die vor Jahren die Wandsbeker Sport-Inititiative bildeten, haben nun zwei miteinander fusioniert. Ein Dritter ist mit Wandsbek 72 hinzugekommen. Die anderen drei der Initiative, TSV Wandsetal, WTB 61 und MHTC, haben derzeit keine Fusionsabsichten.
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