Finnland holt den Siemens-Cup

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Jana Puschmann (l.) und Jens Peuke versuchen an den Ball zu kommen. Eine Szene aus dem Gruppenspiel zwischen dem TH Eilbeck und der zweiten Mannschaft des BV Leipzig
 
Das Team des TH Eilbeck (hintere Reihe v.l.): Jana Puschmann, Gabriele Elsner, Jens Peuke, Stefan v.d. Trenck, Thomas Gärtner; (vordere Reihe v.l.): Bert Jasper, Bernd Blume, Theo Koch, Inga Orlowski und Alexander Rolle. Es fehlt Claudia Wohlert. Fotos: Thomas Hoyer

17 Mannschaften aus sechs Nationen bei Europas größtem Sitzvolleyball-Turnier in Wandsbek

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Der Siemens-cup des TH Eilbeck, das größte Sitzvolleyballturnier Europas, feierte am vergangenen Wochenende sein 25-jähriges Jubiläum. 17 Mannschaften aus sechs Nationen schlugen diesmal in der Sporthalle Wandsbek auf, Schauplatz der zweitägigen Veranstaltung. Es siegte der ZZ Toivala aus Finnland, der im Finale den vielfachen Turniergewinner Bayer Leverkusen mit 2:0 (25:14, 25:14) bezwang. Das Spiel um Platz drei gewann IOK Zagreb ebenfalls in zwei Sätzen gegen den BV Leipzig, der wie Bayer Leverkusen mit zwei Teams am Start war.
Auch die Gastgeber des TH Eilbeck hatten sich für ihr Jubiläumsturnier eine Menge vorgenommen. „Ein guter Mittelfeldplatz, vielleicht sogar der Einzug in die Runde der Spiele um Platz eins bis acht war unser Ziel“, so Claudia Wohlert, die das Event zusammen mit Thomas Gärtner organisierte, dabei von dem unverwüstlichen Bert Jasper unterstützt wurde, der als Spieler bei allen bisherigen Turnieren dabei war. Und die Mannschaft ging auch sofort dementsprechend engagiert zur Sache, gewann völlig überraschend den ersten Satz ihres Auftaktspiels der in vier Gruppen ausgetragenen Vorrunde gegen den IOK Zagreb mit 25:21. Im zweiten Durchgang ließ der Vorjahressieger den Eilbekern allerdings keine Chance (10:25). Wenige Probleme hatten die Gastgeber im anschließenden Match gegen BV Leipzig II. Mit der ersten „Sechs“ auf dem Feld, wurde Satz Nummer eins mit 25:8 derart deutlich gewonnen, dass im zweiten Durchgang (25:19) auch die übrigen Spieler des zehnköpfigen Kaders zum Einsatz kamen. Im letzten und entscheidenden Gruppenspiel verpassten Kapitän Jens Peuke, Theo Koch, der sich von Spiel zu Spiel steigerte, und ihre Mistreiter nur hauchdünn die ersehnte Zwischenrunde der Partien um die Ränge eins bis acht. Nach großem Kampf musste man sich der holländischen Mannschaft Alterno mit 21:25 und 25:27 nur ganz knapp geschlagen geben. „Ich kann unserer Truppe nur ein großes Kompliment machen“, erklärt Claudia Wohlert. „Der Gegner verfügte über wesentlich mehr Routine, da er in seiner Heimat am Ligabetrieb teilnimmt. Leider gibt es in Deutschland nur sechs Vereine, die Sitzvolleyballteams haben, weshalb eine eigene Spielklasse bei uns zu aufwendig wäre.“
In den Partien um die Plätze neun bis 17 bot der THE weiter eine starke Leistung, bezwang Bayer Leverkusen II (2:0) und den HSV Magdeburg (2:1), womit man sich für das Spiel um Platz neun qualifizierte. Dort hieß der Gegner VfL Pinneberg. Eine Mannschaft mit Standvolleyballern, die es sich seit Jahren nicht nehmen lässt, als Sitzvolleyballteam am Siemens-Cup teilzunehmen, damit beispielhaft für die Integration gesunder und körperlich behinderter Sportlerinnen und Sportler eintritt. Beide Mannschaften boten noch einmal alle ihre Kräfte auf, gewannen je einen hart umkämpften Satz mit 25:23. Und auch in Durchgang drei stand die Partie auf des Messers Schneide, ehe sich die Pinneberger am Ende knapp mit 15:13 im Tiebreak durchsetzen konnten.
„Wir haben ein schönes harmonisches Turnier erlebt. Alles ist super gelaufen“, so Organisatorin Claudia Wohlert. „Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass mit dem finnischen Team ZZ Toivala eine Mannschaft gewonnen hat, die zum ersten Mal unserer Einladung nach Hamburg gefolgt ist.“
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