Hamburg: Elfmeter rettet Unentschieden

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RSC-Kapitän Kevin Taudte (l.), Schütze des 1:1, klärt vor seinem Gegenspieler Fotos: Thomas Hoyer
 
Trainer Klaus Finzel mit sechs der acht Neuzugänge (hintere Reihe v.l.): Klaus Finzel, Nico Rosenfeld, Tim Winterfeld; (vordere Reihe): Jan Sauerbrey, Otto, Christopher Ahne, Alex Murek und Tim Kleinichen

Landesliga-Absteiger Rahlstedter SC will in Bezirksliga an die Spitze

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Mit einem 1:1 beim FC Elazig Spor startete Landesliga-Absteiger Rahlstedter SC am vergangenen Sonntag in die Saison. Ziel der Truppe von der Scharbeutzer Straße ist ein Platz im oberen Tabellendrittel.

Chancen nicht verwertet

Gegen Elazig Spor begannen Kapitän Kevin Taudte und seine Mitstreiter durchaus vielversprechend. Doch die zum Teil gelungenen Kombinationen verpufften vor der Strafraumgrenze. Nach 25 Minuten bekam der Gegner einen Freistoß zugesprochen, der von der RSC-Mauer unglücklich abgefälscht wurde. Ein Spieler von Elazig Spor schaltete am schnellsten und traf aus neun Metern zum 1:0 ins lange Eck. Die Rahl-stedter verloren daraufhin den Faden. Sekunden vor dem Pausenpfiff gab es dann aber die Riesenchance zum Ausgleich: Necmettin Calik lief völlig frei auf das Tor des Gegners zu, doch versprang ihm der Ball, so dass nur ein harmloser Schuss herauskam. Nach dem Seitenwechsel besaß der RSC ein deutliches Übergewicht, wobei Chancen allerdings weiter Mangelware blieben. Nur zweimal wurde es vor dem Tor der Platzherren wirklich gefährlich. In der 55. Minute, als ein Kopfball von Christopher Ahne das Gehäuse verfehlte, und in der 68. Minute, als der von Tim Winterfeld schön angespielte Lukas Baake plötzlich völlig frei vor Elazig Spors Torwart auftauchte, der ihn Sekundenbruchteile später von den Beinen holte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Taudte zum Ausgleich. Direkt im Anschluss sah der verwarnte Keeper des Gegners Gelb-Rot. In der hektischen Schlussphase mussten noch zwei weitere Spieler der Gastgeber wegen Meckerns vorzeitig das Feld räumen. Aus der Überzahl konnte der RSC aber kein Kapital schlagen. „Wir haben heute nie richtig zu unserem Spielfluss gefunden“, so Trainer Klaus Finzel. „Ich habe urlaubs- und verletzungsbedingt auf sechs Spieler verzichten müssen. Das hat sich schon bemerkbar gemacht.“

Personell stabil

Nach dem bereits vor Beginn der letzten Saison voraussehbaren Abstieg der damals völlig neu formierten Truppe gab es an der Scharbeutzer Straße keinen größeren Aderlass zu verzeichnen, was den guten Mannschaftsgeist unterstreicht. Mit Angreifer Philipp Hecht ist lediglich ein Stammspieler zum Bramfelder SV abgewandert. Von den acht Neuen, mit denen sich die Rahl-stedter verstärkt haben, verfügen Tim Winterfeld von dem inzwischen aufgelösten Landesligameisterteam des VfL 93 und Bastian Hinrichs (BSV) über Landesligaerfahrung. Viel verspricht sich Trainer Finzel auch von Jan Sauerbrey, Yannik Hess und Nico Rosenfeld, die in der letzten Serie zu den Leistungsträgern der eigenen A-Junioren-Verbandsligatruppe zählten. „Im Gegensatz zur vergangenen Saison, in der wir alle Spieler nehmen mussten, um überhaupt eine Mannschaft voll zu bekommen, konnten wir uns diesmal ganz gezielt verstärken“, freut sich der Coach, der mit der Vorbereitung sehr zufrieden war. Zwar zeigte sein Team beim 1:4 gegen den TSC Wellingsbüttel eine ganz schwache Vorstellung, doch die guten Leistungen überwogen wie das 4:4 gegen den TSV Plön im Rahmen eines Trainingslagers, der 2:0-Erfolg über den SC Poppenbüttel oder das 3:1 gegen den SV Bergstedt in der ersten Pokalrunde. „Unser Anspruch ist es, im oberen Tabellendrittel mitzuspielen“, erklärt Klaus Finzel.

Sonntag gegen Lauenburg

Erster Heimgegner der Rahl-stedter ist am kommenden Sonntag der Lauenburger SV. Es folgen FSV Geesthacht (a) und Eisenbahn Hamburg (h).
Zugänge
Jan Sauerbrey, Yannik Hess, Nico Rosenfeld (eigene A-Junioren), Alexander Murek, Christopher Ahne (eigene 2. Herren), Bastian Hinrichs (Bramfelder SV), Tim Kleinichen (tus Berne), Tim Winterfeld (VfL 93)
Abgänge
Philipp Hecht (Bramfelder SV), Darius Abella, Jan Moritz, Andres Grabau, Florian Fiedler, Marvin Nöldemann (alle unbekannt).
Aufgebot 2014/2015
TOR: Marc Kühl, Alexander Murek; ABWEHR: Nazif Dowou, Sören Keller, Timo Meironke, Dennis Briese, Mario Horstmann, Nico Rosenfeld, Bastian Hinrichs; MITTELFELD: Tim Winterfeld, Jonas Walter, Kevin Goldenbaum, Marc Weeke, Necmettin Calik, Marcel Schulberg Kevin Taudte, Yannik Hess, Tim Kleinichen, Jan
Sauerbrey
ANGRIFF: Kevin Niedrig, Kevin Flügge, Philipp Otto, Christopher Ahne.
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