Hamburg: Gute Leistung wurde nicht belohnt

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Condors Osman Celik (r.) und Kai Kaissis kämpfen verbissen um das Leder Fotos: Thomas Hoyer
 
Trainer Christian Jürss (r.) und sein Assistent Uwe Rupsch beobachten angespannt das Spielgeschehen

0:1-Niederlage für Condors A-Junioren gegen Tabellenzweiten JFV Nordwest

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Sehr gut verkaufte sich die A-Junioren-Regionalliga-Truppe des SC Condor am vergangenen Sonnabend gegen den Tabellenzweiten JFV Nordwest. Zwar wurde die Partie mit 0:1 verloren, doch boten die Farmsener gegen den zweitbesten Sturm der Liga eine gute Abwehrleistung und besaßen selbst drei Riesenchancen, aufgrund derer ein Punkt verdient gewesen wäre.
Zu Beginn der Partie kamen die Platzherren durch Emre Coskun, dessen Schuss das gegnerische Gehäuse verfehlte, und Vincent Werner, der gegen JFV-Torhüter Jasin Jashari einen Schritt zu spät kam, zu zwei Möglichkeiten.

Dann aber übernahm der Favorit das Kommando. In der 8.Minute war es Fynn Rathjen, der einen 8m-Schuss des Gegners gerade noch über die Latte abfälschen konnte. Kaum 180 Sekunden später strich ein Schuss der Gäste nur knapp am langen Pfosten vorbei. Die größte Chance in Durchgang eins besaßen allerdings die Platzherren. Nach Ballverlust von Deniz Sehon, der auf dem glatten Boden wegrutschte, schnappte sich Condors Maxim Alekseev das Leder, umkurvte einen Gegenspieler, doch verfehlte sein Schuss das JFV-Tor. Kurz vor der Pause gab es dann auch einen Hochkaräter für Gäste, als Pascal Steinwender in einen Freistoß hinlief, aber ebenfalls das Gehäuse nicht traf.

Das „Tor des Tages“ fiel in der 52. Minute durch einen Schuss aus fast 30 Metern, bei dem Keeper Frederick Lorenzen keine gute Figur machte. Die Farmsener, die nach der Pause zeitweise Feldvorteile besaßen, ließen sich jedoch nicht schocken und kamen in der 66. Minute zu einer Doppelchance, als Coskun aus drei Metern nur die Unterkante der Latte traf, und auch der Nachschuss, ein Fallrückzieher des eingewechselten Enis Ay, nicht den Weg in die gegnerischen Maschen fand. Nur zwei Minuten später drosch Coskun einen vom gegnerischen Keeper an Olgun Kurnaz verschuldeten Foulelfmeter über das Tor. „Wir haben uns trotz der Niederlage bis auf die Chancenauswertung wirklich gut verkauft“, so Trainer Christian Jürss. „Jetzt gilt es das Positive dieses Spiel mitzunehmen.“

Vor Saisonbeginn hatte es zahlreiche Veränderungen gegeben. Zum einen rückten 20 neue Kicker in den Kader, nachdem altersbedingt mehr als die Hälfte der Spieler nach Ende der letzten Serie in den Herrenbereich gewechselt war. Zum anderen löste Christian Jürss seinen bisherigen Chef Michael Craawack als Trainer ab. Mit Ausnahme von Betreuer Rainer Kernbach wurden zudem auch alle anderen Posten im Umfeld der Mannschaft neu besetzt: Mit Uwe Rupsch (Co-Trainer), Sascha Kleinschmidt (Torwart-Trainer), Timo Kröger (Sportlicher Leiter) und Ingo Madsen, der als Teammanager fungiert.

Durchwachsene Bilanz

Bisher wechselten Licht und Schatten. Gleich in der ersten Partie trafen die Farmsener mit dem VfL Osnabrück auf einen der Favoriten. Das Team verkaufte sich zunächst recht gut, ging sogar durch ein Tor von Nico Weiser in Führung, doch am Ende hieß es 1:4. Trotz bester Chancen kamen Kapitän Maxim Alekseev und seine Mitstreiter in ihrem ersten Auswärtsspiel gegen JFV Bremerhaven nicht über ein 1:1 hinaus. Wesentlich besser lief es dann beim souveränen 5:0 über TuRa Meldorf. Zwei Grundverschiedene Halbzeiten bot die anschließende Partie gegen Blumenthal.

Condors Kicker boten zunächst eine schwache Vorstellung, hatten aber Glück, dass die Gastgeber ihre Chancen nicht nutzen konnten und es zur Pause noch 0:0 stand. Nach Wiederanpfiff steigerte sich das Team, war mehrfach einem Tor ganze nahe, doch nur die Blumenthaler trafen, verwerteten ihre einzige Chance zum Siegtreffer. Die bisher schwächste Vorstellung boten die jetzt auf Platz neun liegenden Farmsener beim 0:0 gegen Giffhorn, ein sehr glücklicher Punktgewinn. Am 6. Spieltag gab es bei Schlusslicht Nettelnburg-Allermöhe dank einer Leistungssteigerung in Halbzeit zwei und der Treffsicherheit von Osman Celik einen 2:0-Sieg. „Man hat gesehen, dass es bis zum Klassenerhalt noch ein weiter Weg ist, da mindestens vier Teams absteigen“, fasst Trainer Jürss den bisherigen Saisonverlauf zusammen. „Ich denke aber die Mannschaft wird es packen.“
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