Hamburg: Jung, sportlich und elegant auf Kufen

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Der Eiskunstlauf-Nachwuchs des Hamburger Schlittschuh-Clubs freut sich auf den Michel-Cup und viele Zuschauer Foto: Thomas Hoyer
 
Sophia Friemuth fiebert ihrem Start in der „Adult“-Klasse entgegen. Fotos: Hoyer

300 internationale Starter beim Eiskunstwettbewerb „Hamburger Michel“ – auch aus Hamburg

Von Thomas Hoyer
Farmsen. Der „Hamburger Michel“, einer der größten Eiskunstlauf-Nachwuchs-Wettbewerbe in Deutschland, feiert an diesem Wochenende seinen 20-jährigen Geburtstag. 300 Aktive aus dem In- und Ausland kämpfen am Sonnabend von 7 bis 24 Uhr und Sonntag von 7 bis 20.30 Uhr in der Eissporthalle Farmsen in verschiedenen Alters- und Leistungsklassen um den Sieg und gute Platzierungen. Insgesamt stehen 42 Wettbewerbe auf dem Programm. Der Eintritt ist frei.

Ein anspruchsvolles und modernes Wertungssystem

Ganz besonders freuen sich die Verantwortlichen des Veranstalters Hamburger Schlittschuh-Club (HSC) nicht nur über den rasanten Anstieg der Teilnehmerzahlen in den vergangenen Jahren, sondern vor allem auch über das große Interesse, das der „Hamburger Michel“ im Ausland findet. Neben Aktiven aus den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Schweden, Estland und der Schweiz werden auch Teilnehmer aus Russland erwartet. Gewertet wird nach dem vom HSC im Jahr 2007 angeschafften neuen Wertungssystem „NJS“ (New Judging System), mit dem die Anforderungen an die Technik und deren Software erheblich gestiegen sind. „Ein Wettbewerb dieser Größenordnung lässt sich heutzutage nicht mehr so einfach computergestützt aus dem Ärmel schütteln“, so HSC-Pressesprecherin Roswitha Heß. „Deshalb ist neben dem kostspieligen und notwendigen Equipment entsprechend qualifiziertes Personal vor Ort erforderlich. Und auch die Preisrichter müssen die neuen Anforderungen erfüllen.“
Aus Hamburg werden voraussichtlich 32 Läuferinnen und Läufer in Farmsen an den Start gehen. Der Gastgeber stellt allein 24 Aktive. Zu den besten HSC-Mädchen zählen Anna Maria Maksimenko (12) und Hanrui Yu (14), die in der Klasse „Neulinge“ antreten. Diese zweithöchste Kategorie im Jugendbereich, in der schon drei unterschiedliche Doppelsprünge und so genannte Level-Pirouetten gezeigt werden beginnt am Sonntag um 15.45 Uhr. Beide hoffen auf ein gutes Abschneiden, obwohl die Konkurrenz mit vielen Berliner Kaderläuferinnen außerordentlich stark ist. Ebenfalls gerne in dieser Gruppe dabei gewesen wäre Malu Chayenne Heß, im letzten Jahr beim „Hamburger Michel“ Siegerin des Show-Wettbewerbs Doch nach einer kürzlich erfolgten Meniskusoperation kann die 15-Jährige der Veranstaltung nur als Zuschauerin beiwohnen.
Jüngste Teilnehmerin der „Adult“-Klasse (Sonnabend, 20.55 Uhr) ist Sophia Friemuth, die sich seit zwölf Jahren dem Eiskunstlauf verschrieben hat: „Nichts fühlt sich besser an, als auf einem Wettkampf das zu zeigen, wofür man die gesamte Saison trainiert hat. Egal auf welchem Platz man am Ende landet“, erklärt die 18-jährige Gymnasiastin. Auch in dem Breitensportwettbewerb um den Michel-Cup ist der HSC mit vier Läuferinnen vertreten Katharina Kunkel (10), Carlotta Martens (11), Tabea Jadczyk (12) und Sonija Khakpour (10) freuen sich auf den absoluten Höhepunkt zum Saisonende.
Der 1881 gegründete Hamburger Schlittschuh-Club (HSC) ist Deutschlands ältester Eislaufverein. Da es damals in der Hansestadt noch keine künstlichen Eisanlagen gab, trainierten die Mitglieder anfangs auf zugefrorenen Teichen und Seen. Der Hamburger Schlittschuh-Club zählt heute rund 150 Mitglieder im Alter von drei bis 79 Jahren. Die etwa 70 Aktiven, ausschließlich Eiskunst- und Eisschnellläufer, starten regelmäßig bei nationalen und internationalen Meisterschaften.
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