Hamburg: Mitten im Abstiegskampf

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Eilbeks eingewechselter Lukas Kühn (r.) versucht Morad Sbou vom Ball zu trennen Foto: Thomas Hoyer
 
Eilbeks Co-Trainer Kerem Yildirim gibt lautstark Anweisungen von der Seitenlinie

Nach zweiter Heimniederlage: SC Eilbek tut sich schwer, in der starken Staffel zu bestehen

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Die Bezirksligakicker des SC Eilbek stecken spätestens jetzt mitten im Abstiegskampf. Am vergangenen Sonntag kassierte das Team von Trainer Peter Vernickel auf eigenem Platz gegen den Titel-aspiranten FC Elazig Spor mit 0:2 seine zweite Heimniederlage in dieser Saison.
Der Gegner bestimmte von Beginn an das Geschehen, doch Eilbeks Abwehr stand sicher. Bis zur 33. Minute. Dann ließen sich gleich drei Kicker an der Torauslinie wie Slalomstangen von einem gegnerischen Spieler umkurven, der das Leder in die Mitte passte, wo Michael Chelminski über den Ball schlug. Der anschließende Schuss der Gäste blieb in der Abwehr hängen. Beim Nachschuss von Orhan Baskir hatte SEC-Keeper Stefan Stange jedoch keine Chance (33.). „Warum keiner meiner Spieler bei der Vorbreitung des Tors einfach zur Ecke geklärt hat, kann ich nicht verstehen“, ärgerte sich Trainer Vernickel.

Danach hatten die Platzherren zweimal den Ausgleich auf dem Fuß. In der 41. Minute traf Harry Nodolny das Leder in aussichtsreicher Position nicht richtig. Nach dem Seitenwechsel kamen die Eilbeker etwas auf, doch wirklich gefährlich wurde es für Elazig Spor nicht. Schüsse von Julian Yildiz, des eingewechselten Lukas Kühn und Johannes Krohn gingen weit am Gehäuse vorbei. Ein Handspiel im gegnerischen Strafraum wurde nicht geahndet (65.). Elazig Spor blieb nach der Pause vieles schuldig, doch dank der gütigen Mithilfe der Eilbeker Abwehr, der es nicht gelang, das Leder bei mehreren Kopfballduellen im Strafraum aus der Gefahrenzone zu befördern, hieß es in der 79. Minute 0:2. Farbin Farraz jagte den Ball aus 17 Metern unter die Latte. Die Entscheidung, obwohl Eilbeks Nadolny noch eine Chance besaß, doch scheiterte er aus spitzem Winkel am Torwart (86.).
Mit vier Unentschieden und drei Siegen erwischten die Eilbeker einen sehr guten Saisonstar. „Ein Verdienst meines Co-Trainers Kerem Yildirim“, so Chefcoach Peter Vernickel, dessen Team in der Folge wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde, als gleich drei Partien nacheinander verloren wurden. Ganz schlecht präsentierte sich der SCE beim 2:4 gegen die „Zweite“ von Vorwärts-Wacker, während man gegen Nettelnburg-Allermöhe auf Augenhöhe spielte, sich aber am Ende 1:2 geschlagen geben musste. Auch das 1:2 bei Wentorf hätte aufgrund einer guten zweiten Halbzeit nicht sein müssen.

Eine wirkliche Klassenleistung boten die Eilbeker beim anschließenden 1:1 gegen Spitzenreiter Börnsen. Und auch beim 2:1 gegen Rahlstedt konnte das Team zumindest phasenweise überzeugen. Im letzten Auswärtsspiel der Hinserie, das man in Glinde 1:4 verlor, zeigte sich erneut, dass es auf des Gegners Platz überhaupt nicht läuft. Auch wenn Peter Vernickel mit der bisherigen Punktsausbeute nicht ganz unzufrieden ist, wäre sicher mehr möglich gewesen, hätten nicht mit Jurek Berger, Kevin Fischöder, Adem Dalkiran und Wojciech Zlotowski gleich vier Dauerverletzte gefehlt, die zur Stammelf gehören. „So gute Leute sind nur schwer zu ersetzen“, sagt Vernickel. „Meine Mannschaft muss Spieltag für Spieltag an ihre Grenzen gehen, um in unserer außerordentlich starken und sehr ausgeglichenen Staffel zu bestehen.“
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