Hamburg: Tonndorf überwintert auf Platz 1

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Nach Ecke von Marcel Meyer kommt Alen Omerovic zum Kopfball, doch verfehlt das Leder das geg- nerische Gehäuse Foto: Thomas Hoyer
 
Trainer Simon Gottschling. Für die Verantwortlichen ein echter Glücksgriff

SV Tonndorf-Lohe mit glücklichem 2:1-Sieg gegen NCG FC Hamburg

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Mit einem glücklichen 2:1-Erfolg über den NCG FC Hamburg festigte der SV Tonndorf-Lohe seine Tabellenführung in der Kreisliga 4. Allerdings bot das Team von der Küperkoppel im letzten Punktspiel des Jahres eine über weite Strecken doch ziemlich enttäuschende Leistung. Unter dem Strich aber können die Tonndorfer mit dem bisher Erreichten hoch zufrieden sein.

Früher Rückstand

Gegen den NCG FC Hamburg wurden die Platzherren kalt erwischt. Bereits in der 6. Minute hieß es nach Fehler von Dennis Wahler 0:1. Kurz darauf vergaben die Gäste eine weitere Möglichkeit, als Keeper Sasa Kovacevic den letztlich harmlosen Schuss aus spitzem Winkel abfangen konnte. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Tonndorfer besser ins Spiel. Die erste Chance besaß Goalgetter Marcel Meyer, dessen direkter Freistoß den Torhüter der Gäste aber nicht wirklich forderte (21.). 60 Sekunden später kam das Leder zum völlig freistehenden Marvin Fischer, der aber zu lange zögerte und, von einem herbeigeeilten Gegenspieler bedrängt, nur ein Schüsschen zustande brachte.

In der 32. Minute machte es sein Bruder Nico besser, als ihm nach Ecke von Meyer der Ausgleich gelang. Nach zwei Meyer-Ecken fanden ein Schuss und ein Kopfball von Alen Omerovic nicht den Weg ins Tor (39.). Nach dem Seitenwechsel lief bei den Tonndorfern nichts mehr zusammen. Nur einmal wurde es gefährlich, doch konnte der im Strafraum angespielte, völlig freistehende Omerovic den Ball nicht unter Kontrolle bringen (48.). Danach bestimmten die Gäste das Geschehen und kamen zu mehreren Möglichkeiten. Ihre Schüsse waren aber meist zu unplatziert. „Was wir jetzt abliefern ist einfach null“, ärgerte sich Tonndorfs Trainer Simon Gottschling an der Seitenlinie, der mit ansehen musste, wie seine Truppe nach vorne immer wieder einfallslos mit langen Bällen agierte, die stets abgefangen wurden. Doch fünf Minuten vor Schluss durfte der Coach doch noch jubeln. Nach von Marvin Fischer herein gegebener, schlecht geklärter Ecke kam das Leder zu Klaus Ahmeti, der aus fünf Metern zum Siegtreffer einschloss. Kurz vor dem Abpfiff sah auf Tonndorfer Seite Tim Wahler wegen Schiedsrichterbeleidigung die rote Karte.

Platz 1 zur Winterpause

Vor Saisonbeginn hatte wohl keiner damit gerechnet, dass die Tonndorfer zur Winterpause an der Tabellenspitze liegen würden. Nach Querelen während der Vorbereitung - nur neun Spieler wollten ins Trainingslager nach Malente – warf Trainer Andreas Goldau das Handtuch. Meik Diedrich, mittlerweile Platzwart des FC St. Pauli auf der Anlage am Brummerkamp, erklärte sich bereit die Mannschaft zu betreuen, bis mit Simon Gottschling ein neuer Coach gefunden wurde, der nach dem ersten Spieltag das Kommando an der Küperkoppel übernahm und die Mannschaft umzukrempeln begann. Dank seiner guten Kontakte gelang es Gottschling, der am vergangenen Freitag seinen 40. Geburtstag feierte, in kurzer Zeit elf neue Spieler zu holen, darunter Marcel Meyer vom USC Paloma, der vom „Sechser“ zum Stürmer umfunktioniert bisher schon 24 Tore erzielte.

Zwar kassierten die Tonndorfer nach gewonnenem Auftaktspielspiel aufgrund schlechter Chancenauswertung zwei unnötige Niederlagen, doch dann startete die neu formierte Mannschaft voll durch, gewann acht Spiele in Folge, darunter gegen die Mitfavoriten SV Billstedt-Horn (5:2) und den Störtebeker SV (2:0). Nach dem spielfreien Wochenende kam die Mannschaft dann allerdings etwas aus dem Rhythmus, da Trainer Gottschling seinen Kickern frei gegeben hatte, eine Maßnahme, die er im Nachhinein etwas bedauerte. Ein mageres 1:1 gegen Lorbeer, ein Team gegen das man schon zur Pause deutlich hätte führen müssen, und eine weitere überflüssige 1:2-Niederlage gegen Mitkonkurrent Juventude, bei der Sebastian Weiss einen Elfmeter verschoss, bedeuteten vier verlorene Punkte.
Danach fanden die Tonndorfer aber wieder in die Spur, revanchierten sich für die in der Hinrunde erlittene Niederlage gegen Concordia II. „Ich habe keine Lust, irgendwo im Mittelfeld herumspielen“, so die klare Ansage von Trainer Gottschling. „Unser klares Ziel ist der Aufstieg. Potenzial, Fitness, Einstellung und Charakter der Mannschaft stimmen.“
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