Hamburger Freistilmeisterschaften im Ringen

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Das Ringerteam des Wandsbeker Athleten Clubs bei den diesjährigen Hamburger Meisterschaften Foto: T. Hoyer

WAC-Ringer bei Wettkampf mit neun Siegen erfolgreich

Von Thomas Hoyer
Dulsberg/Wandsbek
Sieben Stunden lang stand die Sporthalle Eulenkamp im Zeichen der offenen Hamburger Freistilmeisterschaften im Ringen, die der Wandsbeker Athleten Club am vergangenen Sonnabend ausrichtete. Für die Gastgeber sehr erfreuliche Titelkämpfe: Neunmal schafften WAC-Ringer den Sprung auf das Treppchen. Den besten Auftritt aus WAC-Sicht im Nachwuchsbereich zeigte Abdulbari Hajizadeh in der A-Jugendklasse bis 53 Kilogramm. Der 16-Jährige, der schon in seiner Heimat Afghanistan gerungen hatte und nach seiner Flucht erstmal an Meisterschaften teilnahm, legte alle seine drei Gegner auf die Schulter und wurde unangefochten Hamburger Meister. Den zweiten Jugendtitel für den WAC holte sein gleichaltriger Landsmann Gholam Qaher Akizadeh als Sieger der A-Jugend-Kategorie bis 54 Kilogramm.

Talentierter Ringer


Erfolgreich verliefen die Titelkämpfe auch für Manver Sing (13, B/C-63kg) und seinen zwei Jahre jüngeren Bruder Katar Singh (D/E-Jgd./ 27kg), die Bronze und Silber gewannen. „Katar ist ein sehr talentierter Ringer, und auch sein enorm trainingsfleißiger Bruder verbessert sich von Woche zu Woche“, lobt Trainer Matthias Horstmann seine Schützlinge. Jüngster Medaillengewinner des WAC ist der zehnjährige Ukbe Mus (D/E-Jgd./ -46kg), der mit je einem Sieg und einer Niederlage Platz zwei belegte. Etwas enttäuschend verliefen die Meisterschaften hingegen für Jonah Cetin, der in der Gewichtsklasse bis 34 Kilogramm (B/C-Jgd.) antrat. Der Elfjährige, der eigentlich eine Medaille im Visier gehabt hatte, schied nach zwei verlorenen Kämpfen vorzeitig aus. „Ich hole Jonah immer von zu Hause ab, da war schon zu merken, dass es nicht sein Tag ist“, so Trainer Matthias Horstmann.

Eher enttäuschend besetzt


Mit 33 Ringern, die in acht Klassen um den Titel kämpften, waren die Meisterschaften der Männer zahlenmäßig eher enttäuschend besetzt. Erfreulich allerdings, dass auch hier die Ringer die Gastgeber sehr gut abschnitten. Pech bei seinem Titelg0ewinn hatte Nesar Hajizadeh (-61kg), der mangels Konkurrenz kampflos Meister wurde, wobei besonders ärgerlich ist, dass der 18-jährige für den Wettkampf extra drei Kilogramm „abgekocht“ hatte. Seinen zweiten Meister stellte der WAC in der Klasse bis 57 Kilogramm. In einer sehr spannenden Auseinandersetzung besiegte der 18-jährige Hasib Salanzadeh Ismael Bulatov vom SC Roland nach 30 Sekunden in der zweiten Runde, nachdem er in Durchgang eins knapp mit 6:4 Punkten geführt hatte. Mit je einem gewonnenen und einem verlorenen Kampf belegte Abdoll Jabar Ahmadie bei seinem Wettkampfdebüt in der Klasse bis 65 Kilogramm den zweiten Platz. Auch Ole Peters durfte sich über eine Silbermedaille freuen, obwohl das Freistilringen eigentlich nicht sein Metier ist. Der 28 Jahre alte Griechisch-Römisch-Spezialist schulterte seine ersten Gegner, war in der anschließenden Auseinandersetzung aber chancenlos. Bei 2:17 Rückstand wurde der Kampf wegen technischer Überlegenheit des Gegners abgebrochen. „Ich bin hochzufrieden mit unseren Ergebnissen,“ freute sich Matthias Horstmann. Der TSV Wandsetal hatte für die diesjährigen Freistilmeisterschaften nur zwei Aktive gemeldet. Golan Rezamohammadi gewann in der Kategorie bis 70 Kilogramm Bronze.
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