Hamburger Kicker:„Wir geben nicht auf“

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Trainer Klaus Finzel und seinen Schützlingen kann nur noch ein Wunder helfen Foto: Thomas Hoyer

Landesliga-Kicker des RSC kämpfen gegen den Abstieg

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Der Blick auf die Tabelle der Hansastaffel ist deprimierend: Als Schlusslicht mit nur vier Punkten aus bislang 18 Spielen gelten die Landesliga-Kicker des Rahlstedter SC als sicherer Absteiger. Doch trotz eines Rückstands von 13 Zählern auf das rettende Ufer hat sich die Mannschaft von der Scharbeutzer Straße noch nicht aufgegeben und hofft auf das „Wunder von Rahlstedt“.
Schon vor Beginn der Serie war allen Verantwortlichen klar, dass es die nach Auflösung der alten Mannschaft völlig neu formierte, junge Truppe ganz schwer haben würde, die Klasse zu halten. Nach den ersten Spielen hatte man noch nicht unbedingt das Gefühl, dass es derart schlecht laufen würde. Nach einer knappen Auftaktniederlage gegen Concordia (1:2) gewann die Truppe um Kapitän Kevin Taudte, der zur Winterpause von Kevin Niedrig abgelöst wurde, beim VfL Lohbrügge mit 2:1. Im weiteren Verlauf der Serie lieferte die Rahlstedter auf eigenem Platz einige sehr gute Spiele, wie gegen Spitzenreiter Buxtehude (1:2), den FC Süderelbe (1:3), Bergedorf 85 (1:2) oder Altengamme (1:2), ab. Doch stets verließ man als zweiter Sieger den Platz. „Mangelnde Cleverness, eine schlechte Chancenauswertung und Pech kamen zusammen“, analysiert Trainer Klaus Finzel die meist unnötigen Niederlagen seiner Schützlinge. Zu Hause konnte man lediglich gegen Altenwerder punkten (2:2). Auswärts zeigte das junge RSC-Team (Durchschnittsalter 21 Jahre) dagegen mit Ausnahme des Sieges in Lohbügge meist keine landesligatauglichen Leistungen und kassierte eine Reihe hoher Niederlagen, wobei sich die Abwehr insbesondere bei Standards selten im Bilde zeigte (Hamm United 0:7, Concordia 0:6, FC Türkiye 2:6).
Zur Winterpause gab es im RSC-Kader einige Veränderungen. Neu ins Aufgebot rückten Torwart Marvin Nöldemann (Bramfelder SV/ A-Junioren), die drei Abwehrspieler Florian Fiedler (FSV Kühlungsborn), Dennis Briese (FC Türkiye) und Jan Moritz (VSG Stapelfeld) sowie Mittelfeldmann Jonas Walter (FC St. Pauli III) und Stürmer Andrés Grabau (SV Nordsode), ein früherer A-Junioren-Bundesligaspieler von Werder Bremen. Nicht mehr dabei sind Torwart René Ritter (eigene
2. Herren), Marcel Remer (aufgehört), Perry Schüller und Kevin Knust (beide unbekannt). „Alle neuen Spieler sind sehr gut aufgenommen worden und haben sich schnell in die Mannschaft integriert“, so Trainer Klaus Finzel, der trotz der fast aussichtslosen Lage seines Teams sehr viel Spaß an seinem Job hat. „Wenn man sieht, wie die Mannschaft zusammen hält, nicht aufgibt, weiter an sich glaubt und das Ruder noch herum reißen will - das ist schon imponierend.“
Mit der bisherigen Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison ist der Coach allerdings alles andere als zufrieden. Die Wetterlage und die Platzverhältnisse in Rahlstedt erforderten viel Improvisationstalent. Die durchweg auf Kunstrasen absolvierten Testspiele gegen den Oststeinbeker SV (0:6), TuRa Harksheide (0:7) und die „Zweite“ von Barmbek-Uhlenhorst (0:2) haben deshalb wenig Aussagekraft.
In der letzten Vorbereitungspartie wurde Kreisligatabellenführer SC Vorwärts-Wacker II durch Tore von Mark Weeke, Neco Salik und Jonas Walter (2) geschlagen. Erster Punktspielgegner im neuen Jahr ist am kommenden Sonntag der MSV Hamburg. Das Hinspiel, ein Duell auf Augenhöhe, verloren die Rahlstedter aufgrund zwei schwerer individueller Fehler mit 1:3.
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