In der Landesliga angekommen

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Mit nicht ganz fairen Mitteln versucht Lukas Baake (r.) Bramfelds Christopher Hoff vom Ball zu trennen Foto: th
 
Missmutiger Blick von RSC- Trainer Alexander Schäfke Foto: th

Nach holprigem Saisonstart zeigt sich Rahlstedter SC gegen Favoriten in Bestform


Von Thomas Hoyer
Rahlstedt
Die Kicker des Rahlstedter SC sind spielerisch in der Landesliga angekommen. Am vergangenen Freitag gewann der Aufsteiger beim zum Favoritenkreis zählenden Bramfelder SV verdient mit 2:1. Offenbar von ihrem ersten Saisonsieg eine Woche zuvor gegen Dersimspor beflügelt, präsentierte sich die Truppe von Trainer Alexander Schäfke in Bramfeld bei Dauerregen vor immerhin rund 100 Zuschauern von Beginn an mit breiter Brust, auch wenn der Gegner nach fünf Minuten die erste klare Chance des Spiels besaß, als ein Kopfball über das RSC-Gehäuse strich. Die Rahlstedter waren ansonsten wesentlich präsenter als der BSV. Erste Möglichkeiten resultierten aus zwei Freistößen kurz vor der Strafraumgrenze, die Louis Mandel allerdings in die Mauer knallte (5./15.). Dann war es der starke Can Düzel, der sich an der linken Torausline wunderbar durchspielte, das Leder per Pieke in die Mitte beförderte, doch war keiner seiner Kollegen mitgelaufen (19.).

Unglückliches Kopfballtor

Das 1:0 ließ aber nicht auf sich warten. Wieder über links kommend, scheiterte Hendrik Wolfgramm zunächst im 1:1-Duell am Torwart. Dann kam der Ball wieder zu Wolfgramm, der den in der Mitte lauernden Ferris Pressel sah, der problemlos einnetzte (28.). 180 Sekunden später besaß Louis Mandel seine dritte Freistoßchance, doch sein 30-Meter-Schuss konnte im Nachfassen von Bramfelds Torwarts unter Krontolle gebracht werden.
In der 38.Minute kam der BSV auch wieder einmal gefährlich vor das Rahlstedter Tor. Schlussmann Parick Krysiak, konnte einen Schuss im Rückwärtslaufen gerade noch zur Ecke klären, die allerdings dann zum Ausgleich der Platzherren führte, ein etwas unglückliches Kopfballtor aus dem Gewühl (39.). Von da an hatten die Bramfelder etwas mehr Zugriff auf die Partie, was sich in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel fortsetzte. Ein schöner Distanzschuss krachte an die Latte (57.). Danach nahm der RSC wieder mehr Fahrt auf. Nach herrlichem Querpass von Necmettin Calik von der rechten auf die linke Seite, verfehlte Wolfgramm nur knapp das Tor. Auch Düzel fehlte das Glück, als er nach Flanke von Nazif Dowou im Fallen am Torwart scheiterte (64./73.).

„Unser Sieg war klar verdient“

Der spielentscheidende Treffer zum 2:1 (75.) resultierte aus einem von Bramfelds Keeper Dennis Schäfer an Louis Mandel verschuldeten Elfmeter, den der Gefoulte selbst verwandelte, nachdem der BSV seinen mit Gelb-Rot vom Platz gestellten Keeper nach Herausnahme eines Feldspielers ersetzt hatte. In der letzten Viertelstunde ließen die in der Defensive gut stehenden Rahlstedter mit Torwart Krysiak als sicherem Rückhalt nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil, sogar ein höherer Sieg wäre noch möglich gewesen. In der 85. Minute prüfte Yannic Reichenbach Bramfelds Ersatztorwart mit einem
herrlichen Weitschuss. Kurz zuvor hatte Dowou mit einem Kopfball nur knapp das Tor verfehlt. „Wir haben heute gezeigt, dass wir richtig guten Fußball spielen können", freute RSC-Co-Trainer Dirk Hannemann. „Unser Sieg war klar verdient.“

Zahlreiche Ausfälle

Nicht so gut war der Saisonstart des Aufsteigers verlaufen. Nach einer mäßigen Vorstellung beim 0:0 zum Auftakt gegen Altengamne unterlag man eine Woche später auswärts dem Meiendorfer SV klar mit 0:3. Dabei war die Verärgerung groß, dass ein reguläres Tor von Moritz Mandel wegen angeblichen Foulspiels nicht anerkannt wurde.
So musste man auf den ersten Treffer in der neuen Liga bis zur dritten Partie gegen Dersimspor warten, erzielt von Can Düzel. Das andere Tor zum 2:1-Sieg erzielte Louis Mandel per Elfmeter. „In Anbetracht zahlreicher Ausfälle von Verletzten wie Martin Hiob, Moritz Mandel, Deniz Bekler oder Yannik Hess sowie Urlaubern, beruflich verhinderten und gesperrten Spielern muss man mit dem Erreichten zufrieden sein", so Co-Trainer Dirk Hannemann. „Wir haben bisher wirklich das Beste daraus gemacht.
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